Brief von Ephésien, 24 Jahre, aus dem „Jungenheim“ der Haiti Kinder Hilfe e.V. in Port-au-Prince

Guten Tag, liebe Leser,

Sicher wollen Sie gerne von uns hören! Um Sie zufrieden zu stellen, werde ich Sie über unsere Aktivitäten während des Monats Oktober unterrichten.

Uns Jugendlichen im Jungenheim hier in Haiti geht es gut. Ich hoffe das Gleiche trifft auch auf Sie zu. Wir sind im Juli von Cap-Haitien in ein neues Zuhause nach Port-au-Prince umgezogen. Hier angekommen, ist unsere kleine Familie schnell gewachsen. In Cap-Haitien waren wir acht. Am 28. September haben wir fünf Jugendliche aus Marouge und zwei, die schon in Port-au-Prince waren, aufgenommen. Ein kleiner Junge, der vorher im Mädchenheim wohnte, ist auch zu uns gezogen, ebenso Stanley, ein anderer, der in Cap-Haitien in seiner Familie lebte. Um sie willkommen zu heißen, wurde am Abend des 29. September ein kleines Fest organisiert. Die Jugendlichen des Mädchenheims haben auch teilgenommen.

Am 1.Oktober war Schulanfang und der Unterricht hat begonnen. Wir gehen nicht alle in dieselbe Schule:

– Die drei Jüngsten, sind im Collège (Realschule). Antoine, der Verantwortliche, fährt sie jeden Morgen dort hin. Nach der Schule bekommen sie Nachhilfe im Heim der Mädchen und Antoine holt sie abends wieder ab.

– Zwei Jungs gehen in spezielle Abendkurse in eine andere Realschule.

– Sechs Jungen sind in der Sekundarstufe in einer anderen Schule, die erst in der 7. Klasse anfängt.

– Drei weitere Jungs befinden sich in der Berufsausbildung bei den Salésianer Brüdern in den Fachrichtungen Schweißer, Elektriker und Tischler.

– Ein letzter, der im Sommer Abitur gemacht hat und ich, Ephésien sind an der ‚Université Americaine des Sciences Modernʻ von Haiti (UNASMOH). Ich studiere Erziehungswissenschaften und mein Freund Bauingenieurwesen.

Am 12. Oktober waren wir alle mit Catherine in der Sprechstunde der Zahnklinik von der Stiftung Max Cadet. Noch am selben Tag haben wir an einem Fest bei den Brüdern Barthold, welche auch Schützlinge der HKH sind, teilgenommen.

Am nächsten Tag ist Catherine in ihre Heimat zurückgekehrt.

Schließlich besuchte uns der Psychologe Herold Toussaint in Begleitung von Frau Phébée. Er hat mit uns über gutes Benehmen gesprochen. Er beabsichtigt für uns Wettbewerbsspiele zu organisieren.

Liebe Freunde, ich danke Ihnen, dass Sie den Informationen über uns Ihre Aufmerksamkeit schenkten.

Bis bald, bis zum nächsten Bericht!

Ephésien

 

Bonjour chers lecteurs,

Vous avez sûrement envie d’avoir de nos nouvelles ! Pour vous satisfaire, je viens vous renseigner sur nos activités au cours du mois d’Octobre.

Pour nous, les jeunes du foyer des garçons, ici en Haïti, ça va bien. J’espère qu’il en soit de même pour vous. Nous avons laissé le Cap-Haitien  depuis Juillet pour emménager  dans une nouvelle maison à Port-au-Prince. Arrivée ici, la petite famille que nous formons, a très vite grandi : nous étions huit à Cap-Haitien. Le 28 Septembre, nous avons accueilli cinq jeunes venant de Marouge et deux qui étaient déjà  à  Port-au-Prince. Un petit garçon qui vivait avant au foyer des filles est arrivé chez nous ainsi qu’un autre qui était à Cap-Haitien dans sa famille. Pour leur souhaiter la bienvenue, une petite fête a été organisée le 29 Septembre dans la soirée. Les jeunes du foyer des filles y ont participé.

Le 1er Octobre, c’était l’ouverture des classes ; nous avons recommencé l’école. Nous n’allons pas tous au même établissement scolaire :

–  Les trois plus jeunes, sont au Collège. Antoine, le  responsable, les conduit tous les matins. Après l’école, ils se rendent au foyer des filles qui est situé tout près pour des études surveillées. Au soir Antoine va les chercher.

–  2 vont aux Cours spéciaux du soir dans un Collège.

–  Les 7 plus grands vont dans un autre collège où il n’y a que le secondaire.

–  3 sont en formation professionnelle chez les Frères Salésiens respectivement en Soudure, Electricité et Ebénisterie.

–  Un qui a passé son bac cet été et moi, Ephésien sommes à l’Université Américaine des Sciences Modernes d’Haïti (UNASMOH). Je suis des cours en Sciences de l’éducation et lui, en technique de génie civil.

Le 12 Octobre, avec Catherine, nous avons été tous à la clinique dentaire de la Fondation Max Cadet pour des consultations. Ce même jour, nous avons participé à une  fête chez les frères Barthold qui sont eux aussi des protégés de HKH.

Le lendemain Catherine qui était ici, est retournée dans son pays.

Enfin, le 20 Octobre, nous avons reçu la visite du psychologue Hérold Toussaint accompagné de miss Phébée. Il nous a parlé au sujet du bon comportement. Il compte organiser des concours de jeux pour nous.

Merci chers amis d’avoir suivi avec attention ces informations nous concernant.

A bientôt pour un prochain journal !

Ephésien

 

Rundbrief nach dem Wirbelsturm Sandy

Aichach, 12. November 2012

Liebe Mitglieder, Spender und Freunde der Haiti Kinder Hilfe,

„Haiti – das gequälte Land“: Erneut werden die Menschen in Haiti von einer großen Naturkatastrophe heimgesucht. Diesmal ist das den Medien jedoch kaum eine Meldung wert.

In Sondersendungen und ausführlichen Berichten wurden die Auswirkungen von Hurrikan „Sandy“ in den USA thematisiert. Aber noch bevor der Wirbelsturm die USA erreichte, hat er seine verheerenden Spuren in Haiti hinterlassen. Sintflutartige Regenfälle haben das Land überschwemmt und viele Flüsse über die Ufer treten lassen. Ganze Berghänge sind mitsamt den Behausungen abgerutscht, die Zahl der Toten ist nahezu identisch mit den Toten in den USA. Zudem sind große Teile der Ernte zerstört. Es droht eine Hungersnot, die haitianische Regierung hat den Notstand ausgerufen, die Lebensmittelpreise explodieren weiter.

Unsere Heime haben den Wirbelsturm und die starken Regenfälle ohne größere Schäden überstanden. Im Gefolge von Sandy ist jedoch die Cholera wieder zu einem sehr ernsten Problem geworden.

Nach der Unterbrechung durch „Sandy“  läuft nun wieder der tägliche Schulbetrieb. Im Oktober hat das neue Schuljahr begonnen. „Kindern Zukunft schenken“ –  gemäß diesem unserem Ziel werden mehr als 70 Kinder und Jugendliche in unseren beiden Heimen bzw. als Externe versorgt, gehen zur Schule oder erhalten eine Ausbildung und damit die Möglichkeit, dem Teufelskreis von Analphabetismus und Armut zu entkommen.

Zusätzlich unterstützen wir in Cap Haitien das Waisenhaus und die Schule von Madame Leconte „Notre Dame de la Médaille Miraculeuse“ mit Schulpatenschaften. In diesem Heim arbeitet weiterhin die langjährige frühere Mitarbeiterin der Haiti Kinder Hilfe e.V., Sr. Godelieve und kümmert sich vorwiegend liebevoll um die Kleinsten.

Für die Schule eines Armenviertels in Port-au-Prince (400 Schüler), deren Bau von der Taubertäler Hilfsgemeinschaft finanziert wurde und die von dem kleinen haitianischen Verein LYPEDHA geführt wird, haben wir eine Solaranlage in einem Container mit nach Haiti transportiert. Er ist vor kurzem, zusammen mit einer kompletten Zahnarztpraxis und vielen nützlichen Dingen für unsere Heime, in Port-au-Prince eingetroffen. Das Dach des provisorischen Schulhangars von LYPEDHA wurde durch den Hurrikan Sandy teilweise weggerissen und muss repariert werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Lehrer dieser Schule werden für 2 Jahre von der HKH bezahlt; zusätzlich sollen Kinder dieser Schule Paten bei der HKH finden. Auch dafür bitten wir Sie sehr herzlich um Ihre Hilfe.

„Ich habe alles was ich brauche“ schreibt eine Jubilarin auf die Einladungskarte zu ihrem runden Geburtstag und wünscht sich statt Geschenken eine Spende für die Kinder in Haiti. Wir bedanken uns bei ihr und den anderen Jubilaren, die bei ihren meist runden Geburtstagen oder sonstigen Jubiläen zu Spenden aufgerufen haben. Wir bedanken uns auch bei den vielen Kindern und Jugendlichen für ihre Aktionen in Schulen, Jugendgruppen und Vereinen und bei den vielen großen und kleinen Einzelspendern.

„Que Dieu vous bénisse“  (Gott segne Euch), so steht es unter einer Mail unserer haitianischen Partner mit den aktuellen Bildern von „Sandy“.

Gerne geben wir diese Segenswünsche an alle weiter, die unsere Projekte unterstützen.

Wir bedanken uns bei allen Spendern und Unterstützern, die unsere Arbeit in Haiti in großartiger Weise ermöglichen. Weitere zusätzliche Informationen über unsere Arbeit werden wir in unserem Rückblick zum Jahreswechsel berichten.

Mit freundlichem Gruß

Alois Vogg

Schatzmeister Haiti Kinder Hilfe e.V.

Im Auftrag des Vorstandes

Rundbrief Herbst 2012

Liebe Freundinnen und Freunde der Haiti Kinder Hilfe!

Die Haiti Kinder Hilfe freut sich, Ihnen jetzt, im Herbst 2012, viel Positives berichten zukönnen. Der „Neustart“ mit verändertem Vorstand trägt, wie Sie sehen werden, sehr gute Früchte!

Im Mädchenheim in Port-au-Prince (27 Mädchen)ist etwas Platz frei geworden. Die Familie Thomas ist ausgezogen und Rosena, eines der großen Mädchen, wird auch ausziehen.  Für sie haben wir einen Lehrplatz gefunden.Sie begeistert sich für Planzen und hatte im Hof des Heims Bananenstauden gesetzt, die schon mehrmals Früchte getragen haben.

Auf dem Flachdach des Heims hatte sie einen Minigarten angelegt. Unter ihren Händen gedeihen alle Pflanzen. Sie wird zum Schuljahresanfang bei einem Bauern eine Lehre anfangen. Wohnen und essen wird sie im Dorf bei einer netten Frau, der die HKH etwas dafür bezahlt. Rosena freut sich sehr darauf. Sie wird erst einmal Gemüseanbau lernen.

 Jeanveline, die unser Sorgenkind war, hat sich wunderbar entwickelt. Sie ist schon 18 und konnte voriges Jahr nicht lesen. Sie war bis dahin kaum zur Schule gegangen.Wir fanden im Gespräch mit ihr heraus, dass sie sich schämte, nicht lesen und schreiben zu können und wünschte, Nähen zu lernen, meinte aber, es zu nichts bringen zu können Wir haben ihr 2011 versprochen, dass wir dafür sorgen würden, dass sie Nähen lernt, baten sie aber, sich anzustrengen, um Lesen und Schreiben zu lernen, denn zum Nähen muss man zum Beispiel ein Maßband lesen! Sie hat seitdem eine Nachmittagsschule besucht und jeden Tag mit Phébée geübt. Ihre Noten sind entsprechend gut! Sie hat jetzt am Ende des Schuljahrs einen Durchschnitt von 8,12 (die Notenskala geht in Haiti von 0 = schlechteste Note bis 10 = beste Note und die Noten 0 und 10 werden sehr selten gegeben). Und wir haben einen Ausbildungsplatz für sie gefunden: sie wird vormittags eine Schneiderlehre anfangen, will aber auch nachmittags weiter die Schule besuchen. Im Heim ist sie beliebt und macht voll mit.

Zwei kleine Mädchen (6 und 8) sind aufgenommen worden, so dass Phidelyne – sie war mit ihren 6 Jahren bisher die Jüngste – nicht mehr so alleine ist.

Die 2 Krankenschwesternschülerinnen Jessika und Jocelaine  haben sehr gute Noten. Sie sind sehr stark eingespannt und arbeiten hart. Sie haben eine hohe Motivation und legen sich ins Zeug. Im Heim sind sie wenig, denn sie sind den ganzen Tag an der Uni.

Leider sind nicht alle so eifrig und einige haben nur mit Ach und Krach das Klassenziel erreicht.

Eines müssen alle lernen: den Umgang mit Sachwerten, mit Geld. Wir haben während unseres Aufenthalts sehr viel dafür getan und versucht, bei ihnen ein Bewusstsein dafür zu wecken, dass gespart werden muss, dass in Deutschland das Geld nicht einfach so fließt.

Wir haben auch die Entscheidung getroffen, dass bei Schule und Studium den Jugendlichen nur das, was obligatorisch ist, finanziert wird. Es wird öfter etwas angeboten das Geld kostet, und es brauchte eine Grundsatzentscheidung, an die Phébée sich halten kann.

Herold Toussaint, ein haitianischer Soziologieprofessor mit großen Psychologiekenntnissen und einer Ausbildung als Logotherapeut, den wir kennengelernt haben und der mit dem befreundeten Verein Oikos e.V. zusammenarbeitet, hat – durch den Oikos e.V. finanziert – das Heim regelmäßig besucht und mit den Mädchen vor allem zu dem extrem wichtigen Thema der „Selbstachtung und Verantwortung“ in kleinen Gruppen gearbeitet. Er hat offensichtlich einen guten Zugang zu ihnen gefunden und eine gute Vertrauensbasis mit ihnen aufgebaut. Die Mädchen haben diese Sitzungen gemocht und wichtig gefunden. Wir danken hier dem Oikos e.V., der das möglich gemacht hat.

Das Heim wird zum Schuljahresanfang drei neue, schon große Mädchen aufnehmen. Zwei von ihnen werden bereits seit einiger Zeit als Externe von der HKH unterstützt.

In den Ferien haben wir darauf bestanden, dass die Mädchen, die noch eine Familie haben, eine Zeit (mind. 3 Wochen) dort verbringen. Vielen haben wir Lebensmittel mitgegeben, denn die Familie kann meistens nur sehr schwer einen Mund mehr ernähren und will deswegen das Kind nicht nehmen. Die meisten Mädchen wollten nicht so gern vom Heim weg, denn im Heim ist es viel schöner, viel bequemer.

Wir fanden aber, dass es wichtig ist und ihnen außerdem gut tut, durch den erlebten Vergleich zu spüren, wie gut sie es im Heim haben, wie schwer es ihre Familie hat, welche Mitverantwortung daraus resultiert, abgesehen von der psychologischen Bedeutung, die es hat, zu wissen, wer die eigene Familie ist und von wem man abstammt. Es ist auch für die Familien gut, an ihre Verantwortung gegenüber ihrem Kind erinnert zu werden und sich nicht einfach auf die Hilfe aus Deutschland zu verlassen.

Unser Heim mit 16 Jungen, rechts Sr. Godelieve

 Das Heim der Jungen (16 Jungen) ist von Cap-Haitien nach Port-au-Prince umgezogen. Der befreundete  belgische Verein Forward Haiti hat dank einer zweckgebundenen Spende ein Haus in Port-au-Prince kaufen können und es renoviert. Es hat jetzt Solarstrom, eine neue Wasserpumpe… Noch zahlen wir Miete, aber sobald der Kaufvertrag endgültig abgeschlossen ist, wird Forward Haiti uns dieses Haus als Heim für die Jungs kostenlos zur Verfügung stellen. Ein Riesen-Dankeschön an Forward Haiti! Die Zusammenarbeit mit Forward Haiti und mit Catherine Saintenoy, der Vorsitzenden, die alle 6 bis 8 Wochen für mindestens eine Woche in Haiti ist und die Heime supervisiert, ist eine große Freude und Erleichterung für uns.
 

Odrick

Odrick, einer der 8 Jungs, die schon in Cap-Haitien im Heim waren, hat eine sehr gute Entwicklung durchgemacht. Als wir ihn das erste Mal im Januar 2010 fotografierten und als Schwester Godelieve ihn im Herbst 2010 auf der Straße in Cap vollkommen verzweifelt und depressiv fand, war er sehr mager, sah aus wie 8 oder 9 Jahre alt, war aber 15. Er hatte seit 10 Jahren seine Mutter nicht gesehen und dachte, er hätte keine mehr. Er war verschüchtert, ängstlich. Er ist jetzt ein lustiger 17-Jähriger, der über’m Balkon mit der jungen Nachbarin flirtet und in der Schule gut zurecht kommt. Und er hat seine Mutter besucht.

 

Stephane haben wir gezögert, aufzunehmen. Er hatte den Ruf eines „Slumgangsters“, hat lange auf der Strasse gelebt, hatte sich in Cité Soleil (dem größten Slum von Port-au-Prince) herumgetrieben und durch alle möglichen krummen Geschäfte überlebt. Sein Traum war, Infographie zu lernen (Grafik am Computer). Wir haben ihm einen Ausbildungsplatz verschafft. Er hat sich als sehr begabt herausgestellt und sich inzwischen zu einem  der zuverlässigsten und ernsthaftesten Heimbewohner entwickelt. Er strahlt!

Andere machen mehr Sorgen: lernen nicht und pflegen Kontakte zu Slumbanden. Wir hoffen, dass der Umzug und der Anfang einer konkreten Ausbildung gepaart mit einer strengeren Aufsicht sie auf eine bessere Bahn lenken wird.

Es werden jetzt einige neue Jungs ins Heim einziehen können. Die Warteliste ist lang! Alle Externen wünschen, aufgenommen zu werden. Wir sind dabei, Kriterien auszuarbeiten, um eine Auswahl  treffen zu können.

Übrigens: die 2 Jungs (1 Externer, 1 Heimjunge), die im Sommer Abitur gemacht haben, haben bestanden.

Wir haben in den Heimen und bei den Externen sehr viele „Große“. 

Zahlreiche „Externe“

Praktisch alle sind von der HKH früher gefördert worden, um dann „aus dem Netz herauszufallen“: Ausbildung oder Schullaufbahn wurden unterbrochen, sie wurden vom Heim verwiesen… Wir sind der Auffassung, dass die HKH für diese Jugendlichen die Verantwortung übernommen hatte und diese Verantwortung nun auch durchtragen muss, bis die Jugendlichen in die Selbständigkeit entlassen werden können. Eine Horde von pubertierenden Mädchen oder Jungs zu erziehen ist natürlich nicht ganz einfach! Und geeignete Ausbildungsstätten zu finden auch nicht.

Die Externen (26 junge Leute) sind Jugendliche oder junge Erwachsene, denen die Haiti Kinder Hilfe direkt hilft, die aber nicht im Heim wohnen. Allen wird der Schulbesuch ermöglicht oder eine Ausbildung bezahlt. Vielen werden darüber hinaus regelmäßig Grundnahrungsmittel gebracht und einigen wird die Unterkunft bezahlt. Ihre Schul- oder Ausbildungslaufbahn wird regelmäßig kontrolliert.

Für einige, die in der Schule nicht gut waren, haben wir einen Ausbildungsplatz gefunden. Sie werden ihn am Schuljahresanfang antreten. Wir arbeiten da eng mit den Salesianern Don Boscos zusammen.

Wir suchen Paten, die einen ganzen oder einen Teil einer Ausbildungspatenschaft für diese Jugendlichen übernehmen. Helfen Sie uns bitte, Paten zu finden!

Da natürlich nicht alle, die es wünschen, ins neue Jungenheim aufgenommen werden können, haben wir den Plan gefasst, für die Größeren unter den Externen zusätzlich zum Jungenheim eine Art  beaufsichtigte Wohngemeinschaft zu gründen. Viele wohnen unter schlimmen Bedingungen und haben es dadurch sehr schwer, für die Schule zu lernen.

Grundsätzlich haben wir für die Heime und die Arbeit mit den Externen entschieden, Qualität vor Quantität zu setzen.

Das ist nicht einfach, denn in Haiti begegnet man unmittelbarer Not überall, wenn man nur die Augen aufmacht. Überall denkt man: hier muss man doch sofort etwas tun, wenn es nur irgend geht. Man steht also vor der grundsätzlichen Entscheidung: Quantitativ möglichst vielen Menschen helfen, oder weniger Menschen so helfen, dass sie später durch ihr Tun ebenfalls zum Gemeinwohl umfassender beitragen können. Natürlich geht es hier nicht um eine reine Schwarz-Weiß-Entscheidung, aber als Grundlinie wählen wir die zweite Option.

Bei den eigenen Heimen der HKH wollen wir die Verantwortung gegenüber jenen, die wir aufnehmen, auch bis zu dem Punkt durchtragen können, wo wir sie in die Selbständigkeit entlassen können. Wir wollen sicher sein, dass sie die Erziehung und Ausbildung bekommen, die es ihnen ermöglicht, flügge das Nest zu verlassen und selber zu fliegen, und zwar, wenn es irgend geht, so zu fliegen, dass sie nicht nur sich selbst und die eigene Familie schlecht und recht ernähren können, sondern dass sie einen positiven Beitrag zum Gemeinwohl leisten können. Es erscheint uns wichtig, den Begabtesten neben der guten Erziehung in den Heimen den Besuch der Universität oder besonders anspruchsvoller Ausbildungsstätten zu ermöglichen. So können sie dann – so unsere Hoffnung – die Fähigkeiten und den Schwung entwickeln, unter Umständen einen eigenen Betrieb zueröffnen, verantwortungsvoll Risiken einzugehen, eine funktionierende Organisation aufzubauen, armen Leuten durch eine Arbeitsstelle eine Chance zu geben.  Dadurch sind sie für die Entwicklung Haitis wertvolle Bürger.  Nur auf diese Weise kann das Land genügend Menschen heranbilden, die dann auch den tausenden von Kindern eine dauerhafte Chance zu einem Leben bieten können, das nicht in der Misere stecken bleibt.

Natürlich haben wir eine Mehrzahl von Kindern und Jugendlichen in den Heimen, die nur begrenzt begabt sind. Auch für sie soll das Bestmögliche möglich sein. Aber nur wenn Qualität vor Quantität gesetzt wird, bestehen Chancen, dass Haiti auf die Füße kommt.

Ein Waisenheim mit 106 Kindern, in dem Sr. Godelieve arbeitet

Die Mädchen und Jungen aus den zwei Heimen und die Externen sind diejenigen,die direkt von der HKH unterstützt werden. Darüber hinaus werden viele Kinder gefördert, die in Schulen oder Institutionen sind, die nicht direkt der HKH unterstehen, darunter viele durch Schulpatenschaften. Die Unterstützung von Initiativen, die von Haitianern ins Leben gerufen worden sind und von Haitianern geführt werden, ist uns sehr wichtig. So werden zum Beispiel das große Waisenheim (106 Kinder), an dem Sr. Godelieve arbeitet und die dazugehörige Schule in Cap-Haitien (400 Schüler) stark unterstützt.

Schule beim Waisenheim in Cap Haitien

 

 

Die HKH hat neben ihren Geldspenden unter anderem einen Container nach Cap-Haitien geschickt, der durch eine gute Zusammenarbeit mit dem Erzbistum von Cap ohne jegliche Schwierigkeit ankam, entzollt wurde  und seinen Platz im Hof des Waisenheims gefunden hat. Obwohl der Container zwei Jahre voll beladen in Deutschland gewartet hat, war der gesamte Inhalt in gutem Zustand. Die vielen vielen Meter Regale, die die Hochschulbibliothek von Benediktbeuern geschenkt hatte, sind überall sehr willkommen, wo sie eingesetzt werden. Einige Meter werden im neuen Heim der Jungs ihren Platz finden.  Die 4000 Paar nagelneuer Schuhe haben vorrangig die Kinder des Waisenheims, dann die der Schule und deren Slumfamilien beglückt. Der Rest ist an weitere Slumbewohner ausgeteilt worden. Sogar eine Kiste mit einzelnen Schuhen ist vom Krankenhaus gern genommen worden für die vielen Menschen, denen ein Bein amputiert werden musste!

Menschen in armseligen Hütten

Die Schule eines Armenviertels in Port-au-Prince (400 Schüler), deren Bau von der Taubertäler Hilfsgemeinschaft finanziert wurde, und die von einem kleinen haitianischen Verein, LYPEDHA, geführt wird, konnte ihre Lehrer kaum mehr bezahlen. Die Lehrer dieser Schule werden jetzt für zwei Jahre von der HKH bezahlt und einige Kinder dieser Schule werden  Paten bei der HKH finden.

Punktuell hilft die HKH auch anderen Schulen, die große Schwierigkeiten haben, weil die Eltern der Kinder das erforderliche Schulgeld nicht bezahlen können. Oft konnten die Gebäude, die beim Erdbeben eingestürzt waren, nicht wieder aufgebaut werden. Der Unterricht findet in improvisierten Klassenzimmern statt. Dass Schüler und Lehrer unter solchen Bedingungen arbeiten können, ist bewundernswert!

Eine Schule unter Planen

Sehr befriedigend ist für uns, dass wir es in Zusammenarbeit mit den Salesianern Don Boscos geschafft haben, einen der 2 Container, die seit März 2010 noch im Hafen von Port-au-Prince am Zoll steckten, herauszubekommen. Wir haben Hoffnung, das für den zweiten Container auch noch zu erreichen. Außer den Lebensmitteln und den Medikamenten ist alles noch brauchbar! Gott und all denjenigen, die gesammelt, verpackt oder in anderer Weise geholfen haben, sei Dank. Die irrsinnige Hitze bewirkte, dass die Kamera streikte, so dass wir Ihnen hier keine Fotos zeigen können!

Eine Zahnklinik für arme Leute

 

Für die „Fondation Max Cadet“, die sich zum Ziel gemacht hat,  auch armen Leuten in Haiti eine gute Zahnbehandlung zukommen zu lassen, ist ein Container nach Port-au-Prince geschickt worden. Die Haiti Kinder Hilfe hatte eine komplette Zahnarztpraxis geschenkt bekommen. Der Container wird, mit 2 Behandlungsstühlen als Praxis eingerichtet, auf dem Gelände der Max-Cadet-Stiftung seinen Platz finden. Es stehen dort bereits zwei solche als Praxis sehr gut eingerichtete Container. Über 120 Personen werden hier täglich behandelt.

Die Registrierung der HKH als offizielle NGO bei der Haitianischen Regierung geht ihren langsamen und mühsamen, aber stetigen Gang. Wir hoffen, das noch in diesem Jahr zu schaffen. Nach der „Überschwemmung“ mit fremden NGOs nach dem Erdbeben hat die haitianische Regierung die Bestimmungen verschärft und den Prozess erschwert. Es war früher leichter!

Die Kooperation mit anderen Vereinen und Institutionen: europäischen (Forward Haiti, Oikos eV., die Taubertäler Hilfsgemeinschaft, Lespwa von Frau Dr. Höfler) und haitianischen (CLCH in Cap Haitien, LYPEDHA in Port-au Prince, den Salesianern in Haiti, der Fondation Max Cadet…) ermöglicht eine sehr befriedigende Bündelung von Kräften und Fähigkeiten.

All das konnten wir nur dank Ihrer Spenden verwirklichen. Also gehört Ihnen an dieser Stelle ein ganz herzlicher Dank gesagt im Namen all der Kinder, Jugendlichen und jungen Leuten, denen geholfen wird.

Und eine Bitte! Helfen Sie uns weiter: machen Sie bitte den Verein bekannt, reichen Sie diesen Bericht weiter, gewinnen Sie neue Paten, neue Unterstützer! Wir brauchen das sehr, um all diese Projekte fortzuführen. Wir stellen Ihnen dazu Plakate zur Verfügung, Flyer und eine CD mit einer Präsentation über Haiti und die Arbeit der Haiti Kinder Hilfe. Fordern Sie also Material bei uns an.

Mit herzlichen Grüßen

Der Vorstand

Claire Höfer                        Winfried Hoffmann                     Alois Vogg

PS: Denken Sie daran, unsere Homepage www.haitikinderhilfe.de ab und an zu besuchen. Immer wieder wird Neues darauf veröffentlicht und Sie können auch Videos von verschiedenen Projekten sehen.

In Kürze finden Sie da einen kleinen allgemeinen Bericht über die Lage in Haiti. Wenn Sie eine E-Mail-Adresse haben, wäre es uns eine große Hilfe,  wenn Sie uns diese zukommen lassen würden. Einfach an   info@haiti-kinder-hilfe.de    mailen!

 

Monatsbericht Juli 2012 von Marie Maude

Guten Tag, meine Freunde!

Ich stelle mich für das Journal noch einmal vor und möchte über unsere Aktivitäten im Monat Juli berichten.

Am 3. Juli feierten wir den Geburtstag von Simon, dem jungen Belgier, der uns dieses Jahr besuchen kam. Er und Yves haben viel im neuen Haus (Renovierung) gearbeitet, in dem die Jungen aus Cap Haitien wohnen werden. Auch wir haben bei der Reinigung und  dem Anstreichen geholfen.

Jocelaine und Jessica nahmen an einer von der Universität „Lumière“ angebotenen Exkursion teil, auf der sie den Beruf der Krankenschwestern erlernen. Simon war auch eingeladen und nahm teil.

Am 8. Juli kehrte Yves  nach Belgien zurück, Simon am 13. Juli. An diesem Tag kam Cathrine an.

Cathrine arbeitete auch im neuen Heim der Jungen und ordnete die Kisten.

Am 16. Juli fuhren vier Mädchen in Ferien nach Cap Haitien und sieben andere am nächsten Morgen nach Marouge. Weitere drei verließen das Heim am 20 Juli, ebenfalls nach Marouge, Jeanine am selben Tag zu ihrer Mutter in Petionville.  Lovencia, Phydeline und Changline waren schon anfangs Juli weggefahren, sodass nur noch wir sechs übrig blieben zusammen mit Maryse und Alexandra, die erst kürzlich zu uns gekommen waren.

Familie Thoma, die bei uns wohnte, zog um und wohnt jetzt im neuen Haus der Jungen.

Das ist alles für heute. Auf Wiedersehen!

Marie Maude

Chers amis bonjour,

Je me présente  encore une fois pour le journal. Je voudrais vous parler de nos activités au cours du mois de Juillet.

Nous avons fêté le 3 Juillet l’anniversaire de Simon, le jeune belge qui vient nous visiter  cette année. Yves et Simon ont beaucoup travaillé dans la rénovation de la nouvelle maison où vont vivre les garçons qui arriveront du Cap-Haitien. Nous aussi, nous avons aidé dans le nettoyage et la peinture.

Jocelaine et Jessica ont participé à une excursion organisée par l’Université Lumière où elles étudient les sciences infirmières. Simon était invité et y a pris part.

Yves est retourné en Belgique le 8 Juillet et Simon, le 13 Juillet. Ce même jour, Catherine arrive chez nous.

Catherine a travaillé aussi dans la nouvelle maison des garçons, a mis en ordre des colis.

Le 16 Juillet, quatre filles sont parties en vacances à Cap-Haitien et le lendemain  sept  jeunes sont allés  à Marouge. Le 20 Juillet  trois  autres filles ont laissé le foyer pour aller aussi en vacances à Marouge. Jeanine part  en vacances chez sa mère à Pétion-Ville  ce jour. Lovencia, Phydeline et Changline étant déjà parties au début de Juillet, il ne restait plus que nous six plus Maryse et Alexandra, deux  filles nouvellement intégrées.

La famille Thomas qui vivait avec nous,  a déménagé et vit maintenant dans la nouvelle maison des garçons.

C’était tout pour aujourd’hui. Au revoir !

Marie-Maude

Monatsbericht Juni von Paul Islande

Hallo !

Ich heiße Paul I. und möchte mit Euch über unsere Aktivitäten im Heim im Monat Juni berichten. Ich wünsche Euch eine interessante Lektüre.

Am 1. Juni nahmen Nadège und Lovencia an einer Klassen-Exkursion nach Croix-des-Bouquets teil. Sie konnten die dortige Schule und das Bassin für die Fischzucht des Projektes Double Harvest besichtigen. Beide bekamen eine kleine Pflanze, die sie in unseren kleinen Garten unter der Galerie einsetzten.

Am 10. Juni war der Geburtstag von Nicole und am 15. Juni der von  Guyve-Love, den wir mit den beiden Mädchen schön gefeiert haben.

Ab diesem Monat haben unsere beiden angehenden Krankenschwestern Jessica et Jocelaine sogar Kurse sonntags an der Université Lumière.

Unsere beiden Kleinsten, Phydeline und Miguelite, haben erfolgreich das Schuljahr beendet und werden ab kommenden September in einer neuen Abteilung der Grundschule sein. Die anderen Jugendlichen, die zum Collège Canapé-Vert gehen, mussten vom 19. bis 29. Juni ihre Examina zum Schuljahresende absolvieren. Diejenigen, die das Centre de Formation Moderne besuchen, hatten vom 21.- 29. Juni ihre Prüfungen. Jeanveline beendete ihre Prüfungen vom 14. – 21. Juni mit einem Durchschnitt von 8.12  (von 10 möglichen Punkten).

Der Ehemann von Catherine, Yves, und der junge Belgier Simon kamen am 24. Juni an, übernachteten zunächst bei uns (in Port-au-Prince), um am nächsten Tag sehr früh nach  Cap-Haitien zu ihrer Arbeit aufzubrechen. Zurück kamen sie zu uns am 29. Juni.

Am 29. Juni erhielten diejenigen, die das Collège Canapé-Vert besuchen ihre Ergebnisse, alle wurden für die nächst höhere Klasse zugelassen. Westanglie, die sich erst an die Schule gewöhnen musste, bleibt im ersten Jahr. Alle anderen erhalten erst am  9. Juli ihr Ergebnis, bis auf die drei Schülerinnen des CEP, die erst am 3. und 4. Juli Examen haben.

Es war mir eine Freude, Euch dies mitzuteilen. Und bis bald!

Paul Islande

I
Allo !

Je suis Paul I., je voudrais vous parler des activités au foyer pour le mois de Juin. Je vous souhaite Bonne lecture !

Le 1er Juin, Nadège et Lovencia avaient participé à une excursion à Croix-des-Bouquets avec  leur classe. Elles ont pu visiter l’école, le bassin de poisson du projet  Double Harvest et ont reçu chacune une plantule qu’elles ont placé dans notre petit jardin sous la galerie.

Le 10 Juin ramenait l’anniversaire de Nicole et le 15 Juin celui de Guyve-Love, nous avons bien fêté avec ces deux filles.

A partir de ce mois-ci les deux filles qui étudient les sciences infirmières à l’Université Lumière, Jessica et Jocelaine, ont cours même le dimanche.

Les deux plus jeunes, Phydeline et Miguelite ont terminé avec succès l’année scolaire et seront en Septembre prochain dans une nouvelle section (la section fondamentale).  Les autres jeunes du foyer qui sont au Collège Canapé-Vert ont subi les examens de fin d’année du 19 au 22 Juin et les filles du Centre de Formation Moderne du 21 au 29 Juin. Jeanveline, elle, a terminé avec ses examens le 14 Juin et le 21 Juin elle a eu son bulletin : 8.12 de moyenne.

Yves, le mari de Catherine et Simon, un jeune belge sont arrivés ici le 24 Juin. Ils ont passé la nuit au foyer et sont partis à Cap-Haitien le lendemain très tôt pour travailler.  Rentrés à Port-au-Prince le 29 Juin, ils séjournent au foyer.

Ce 29 Juin, les jeunes qui sont au Collège Canapé-Vert ont eu leurs résultats de fin d’année : ils sont tous admis en classe supérieure. Westanglie, qui était au niveau d’adaptation, est maintenue en première année. Les autres filles auront leur bulletin le 9 Juillet prochain sauf les trois qui iront aux examens du CEP les 3 et 4 Juillet.

C’était un plaisir de vous écrire et à bientôt !

Paul Islande

Benefizkonzert zugunsten der Haiti Kinder Hilfe

„Songs an einem Sommerabend“

 

Unter diesem Motto fand im Juli im Barocksaal des Klosters der Salesianer Don Boscos in Benediktbeuern ein Benefizkonzert statt.

Anlass waren ein 50. und 60. Geburtstag zweier Freundinnen, die den Erlös an Don Bosco Fambul Sierra Leone und an die Haiti Kinder Hilfe e.V.spendeten.

Fast 200 geladene Gäste erfreuten sich an der Musik von bekannten Künstlern aus dem Landkreis.

Mit englischen Songs begrüßte die Gruppe „Coro della corisione“, anschließend erfreute Sepp Kloiber, ein bayerischer Liedermacher mit seinen kritischen und hintersinnigen Liedern. Nach der Pause, in der die Gäste bewirtet wurden, musizierten Eva Greif und Conny Schubert mit Gitarren und Akkordeon und sangen mit ihren schönen Stimmen jiddische Lieder . Den Schluss gestalteten Nidia Striem mit beindruckender Stimme begleitet von  Roland Bobe auf der Gitarre mit lateinamerikanischen Liedern.

Der gelungene Abend wurde mit einem gemeinsam gesungenen Lied von Reinhard Mey „Gute Nacht, Freunde“ beendet und wir waren alle glücklich, dass alles prima geklappt hat und alle Verwandten und Freunde sehr viel Spaß an dem Musikprogramm hatten.

Musik verbindet – das hat sich bei dieser Veranstaltung deutlich gezeigt durch die großzügigen Spenden, die wir zu gleichen Teilen an Don Bosco Fambul und an die Haiti Kinder Hilfe überreichen konnten.

Bericht im Mai von Nicole Pierre

Guten Tag, meine lieben Freunde,

sie kennen mich noch nicht. Ich stelle mich kurz vor: Ich heiße Nicole Pierre und kam ins Mädchenheim am 29. Januar dieses Jahres. Ich bin die kleine Schwester von Pierre Kerline, die schon vor mir im Kinderheim war. Ich habe drei Schwestern: die beiden Jüngsten leben in einem Kinderheim in Cap-Haitien und die älteste lebt in Roseaux  in den Bergen mit meinem Vater. Sie wird auch von der Haiti Kinder Hilfe unterstützt. Ich bin sechzehn Jahre alt, dieses Jahr habe ich die Prüfungen der sechsten Jahrgangsstufe der Primarschule. Ich möchte sie gut bestehen.

Ich schreibe Ihnen über unsere Aktivitäten im letzten Monat. Wir waren alle froh, als am 6. Mai Maude, unsere Haushälterin, die im Urlaub in Europa war, zurückkam und wir sie zusammen mit Catherine begrüßen konnten. Sie brachten uns Kleidung und Unterwäsche, Parfums usw. … Catherine hat in Cap-Haitien gearbeitet und am 20. Mai flog sie nach Belgien zurück.

Die Mädchen, die in die Schule Centre de Formation Moderne gehen, nahmen am 19. Mai an einem Fest teil, das für die Abschlussfeierlichkeiten für dieses Jahr an ihrer Schule organisiert wurde. Die Schüler haben diese Gelegenheit genutzt, um die besten Lehrer, die auf der Grundlage von festgelegten Kriterien ausgewählt werden, zu ehren.

Ein neues Programm wird in unsere Aktivitäten etabliert: Professor Herold Toussaint hält für uns Schulungen zum Thema „Verantwortung“. Zu Beginn, am 26. Mai, erklärte er uns, was man unter „Selbstwertgefühl“ versteht. Wir haben wöchentlich mit ihm eine Arbeitssitzung. Wir freuen uns auf dieses neue Programm.
Ich glaube, ich habe alles gesagt! Bis bald Freunde!

Bonjour mes chers amis,

Vous ne me connaissez pas encore. Je me présente : je m’appelle Nicole Pierre, je suis arrivée au foyer  le 29 Janvier de cette année. Je suis la petite sœur de Kerline Pierre qui est au foyer  avant moi. J’ai trois autres sœurs : les deux plus jeunes vivent dans un foyer à Cap-Haitien et l’ainée  vit à Roseaux dans les mornes avec mon père. Elle est aussi aidée par la Haiti Kinder Hilfe.  J’ai seize ans, cette année je dois subir les examens de la sixième année fondamentale. Je veux bien réussir.

Je vous écris pour vous parler de nos activités au cours du mois dernier. Le 6 Mai, nous étions tous contents d’accueillir Maude, notre intendante qui était en vacances en Europe et Catherine  qui est venue avec elle. Elles nous ont apporté des vêtements et  des sous-vêtements, des parfums etc… Catherine a été travaillée  à Cap-Haitien  et le 20 Mai elle est partie en Belgique.

Les filles qui vont à l’école au Centre de Formation Moderne ont participé le 19 Mai  à une fête organisée  pour clôturer les activités festives dans leur école pour cette année. Les élèves ont profité de cette occasion pour honorer les meilleurs enseignants qui sont choisis sur base de critères bien établis.

Un nouveau programme est institué dans nos activités : le professeur Hérold Toussaint organise pour nous des séances de formation sur la « Responsabilisation ». Pour commencer, le 26 Mai  il nous a expliqué ce que c’est que  « l’Estime de Soi ». Nous avons avec lui une séance de travail hebdomadaire. Nous nous réjouissons de ce nouveau programme.

Je crois avoir tout dit ! A bientôt les amis !

 

Plakate ausleihen

Palakte der Haiti Kinder Hilfe zum Ausleihen

Liebe Mitglieder und Freunde der Haiti Kinder Hilfe,

wir haben Plakate gemacht, die Ihr von uns bekommen könnt. Es ist auch möglich, diese über einen kürzeren Zeitraum auszuleihen. Auf dem nebenstehenden Blatt kann man die einzelnen Themen aussuchen.

Ebenfalls haben wir eine Powerpoint-Präsentation zusammengestellt, die man auch bei uns bestellen kann.

Diese Präsentation informiert über das Land und die aktuellen Probleme;

über kleine Fortschritte und wie die Haiti Kinder Hilfe mit ihren Projekten dazu beiträgt;

über andere Projekte, die in vielfältiger Weise von der Haiti Kinder Hilfe unterstützt werden

und sie gibt einen Einblick über Buntes und Lebendiges, das die Hoffnung für die Zukunft stärkt.

Vielen Dank für all Eure Bemühungen!

Herzliche Grüße

 

Claire Höfer

 

Einige Geschichten von Kindern, die über die Osterferien zu ihren Familien fuhren. Récit des petits concernant leurs vacances de Pâques dans leur famille.

 In der letzten Nacht konnte ich kaum schlafen, weil ich schon gerne aufgestanden wäre, um mich auf den Besuch meiner Heimatprovinz vorzubereiten,  um dort meine Eltern zu besuchen. Wir nahmen ein tap-tap (kleines Sammeltaxi)  zum Bus-Bahnhof und fuhren dann  mit dem großen Bus weiter. Ich schlief im Bus ein. Nach einer gewissen Zeit weckte mich Rosena, denn wir waren schon auf dem Markt von  Pierre-Payen. Dort wartet  meine Großmutter auf uns. Ich ging lange bis zum Erreichen des Hügels Marouge. Es war schon dunkel, als ich ankam. Ich war glücklich, meine kleine Schwester und meinen älteren Bruder wieder zu sehen. Ich schlief sofort, weil ich müde war. Am nächsten Tag ging ich zu meiner Urgroßmutter, die auf dem Hügel von Colin lebt. Während meines Aufenthaltes habe ich meiner Mutter  bei der Hausarbeit geholfen, z.B.   ging ich Wasser zu  schöpfen. Ich war zufrieden mit meinem Aufenthalt,  aber auch traurig, als ich sah, dass  meine kleine Schwester weinte. Sie war nicht glücklich, mich wieder gehen zu sehen.

Westanglie Mathurin, 7 ans.

Cette nuit-là, j’ai dormi à peine parce que j’avais hâte de me lever pour me préparer à aller dans ma province natale voir mes parents. Nous avons pris un tap-tap pour aller à la gare et ensuite un bus. J’ai dormi dans le bus. Après un certain temps, Rosena m’a réveillée, nous sommes arrivés au marché de Pierre-Payen. Là, ma grand-mère nous attendait. J’ai marché pendant longtemps avant d’arriver à la colline de Marouge. Il  faisait déjà noir quand j’y suis arrivée. J’étais contente de voir ma petite sœur, mon grand frère. J’ai dormi tout de suite parce que j’étais fatiguée. Le lendemain, je suis allée voir mon arrière-grand-mère qui vit dans la colline de Colin. Pendant mon séjour, j’ai aidé ma mère à faire le ménage, je suis allée puiser de l’eau. J’étais contente de mon séjour mais triste de voir pleurer ma petite sœur qui n’était pas contente de me voir partir.

Westanglie Mathurin, 7 Jahre alt

 Wir verließen das Haus und nahmen an der Ecke ein tap-tap, um mit Rosena zum Bus-Bahnhof zu gelangen. Es gab einen riesigen Stau. Ich schlief müde ein. Als wir am Bahnhof ankamen, alarmierte Rosena den tap-tap-Fahrer, dass er anhalten soll, und ich wachte plötzlich auf. Wir gingen zu einem großen Bus und nahmen Platz. Der Bus fuhr sehr schnell und ich hatte das Vergnügen, die Landschaft neben der Straße zu beobachten. Der Bus fuhr für noch eine ganze  Weile und wir landeten in Pierre Payen, wo wir ausstiegen. Jetzt mussten wir zu Fuß zu den Hügeln von Marouge gehen. Dieser Weg ist lang, aber ich hatte die Kraft, so weit zu laufen. Ich schlief bei meiner Großmutter. Am nächsten Tag kamen meine beiden kleinen Brüder und meine Tante und begleiteten mich zu meinen Eltern. Ich sang für meine Mutter, die sehr glücklich war, mich wieder zu  sehen.

Idalex Dutervil, 8 ans.

Nous avons laissé la maison et pris dans le coin un tap-tap  pour nous rendre à la gare avec Rosena. Il y a eu un embouteillage monstre. Fatigué, je me suis endormi. Quand nous sommes arrivés à la gare, Rosena a alerté le chauffeur de tap-tap qui s’est arrêté et du coup je me suis réveillé. Nous nous sommes dirigés vers un bus dans lequel nous avons pris place. Le bus courait très vite et  j’avais le plaisir d’observer le paysage sur la route. Le bus a roulé pendant un certain temps et nous nous sommes retrouvés à Pierre-Payen où il a fallu  descendre du bus pour aller à pied dans les mornes de Marouge. Le trajet est long mais j’ai eu le courage de marcher jusque-là. J’ai dormi chez ma grand-mère et le lendemain mes deux petits frères et ma tante sont venus me chercher pour me conduire chez mes parents. J’ai chanté pour ma mère qui était très contente de me voir.

Idalex Dutervil, 8 ans.

 Meine Mutter lebt in Port-au-Prince. Ich hatte das Vergnügen, ein paar Tage der Ferien bei ihr zu verbringen. Ich war allein mit ihr zu Hause. Mein Vater besuchte mich, er war froh, mich zu sehen. Die Kinder der Nachbarn haben mit mir gespielt. Wenn ich nicht spielte, blieb ich bei  meiner Mutter. Abends legte sie mich um acht Uhr schlafen, weil ich ihr sagte, dass  ich normalerweise um diese Zeit schlafe. Ich wurde krank und meine Mutter musste meinen Aufenthalt bei ihr verkürzen. Sie brachte mich ins Mädchenheim zurück.

Phydeline Joseph, 5 ans.

Ma mère vit à Port-au-Prince. J’ai eu le plaisir de passer chez elle quelques jours de vacances. J’étais seule avec elle à la maison.  Mon père m’a rendu visite, il était content de me voir.   Les enfants du voisin ont joué avec moi. Quand je ne joue pas je reste à côté de ma mère. Le soir, elle m’emmène dormir à huit heures  parce que je lui dis qu’habituellement je dors à cette heure.  Je suis tombée malade et ma mère a dû écourter mon séjour chez elle. Elle m’a reconduite au foyer.

Phydeline Joseph, 5 ans.

Claire und Frank Höfer berichten von ihrem Besuch in Haiti

Liebe Freunde der „Haiti Kinder Hilfe e.V.“

 

Unsere erste Vorsitzende Claire Höfer war zusammen mit ihrem Mann Frank im Februar/März 2012 für drei Wochen in Haiti. Zwar erschöpft aber zufrieden sind sie zurückgekommen und berichten:

Unsere drei Wochen in Haiti waren sehr gut. Wir haben dort:

  • irrsinnig viel geschwitzt;
  • sehen können, dass sich in Haiti einiges tut, obwohl die Situation noch sehr schwierig und die Sicherheitslage weiterhin schlecht ist.

Einige Beispiele: der jetzige Präsident von Haiti  scheint sein Versprechen in die Tat umzusetzen, viel mehr Kindern aus armen Familien den Schulbesuch zu ermöglichen; man sieht wesentlich mehr Schulkinder als früher. Port-au-Prince ist sauberer geworden – viel weniger Müll; es gibt Sammelstellen für Plastikflaschen, die gut funktionieren. Im Norden Haitis entsteht ein Industriezentrum, das Arbeitsplätze für 65 000 Menschen schaffen soll… . Man muss jeden kleinen positiven Schritt, den dieses Land tut, als Nahrung für die Hoffnung werten, dass es aus der schrecklichen Armut herausfindet, in der viele Haitianer leben.

 

Von der Haiti Kinder Hilfe können wir berichten:

  • Wir haben alle Kinder und Jugendlichen, denen unser Verein hilft, gesehen, gesprochen, fotografiert. – ob in den zwei Heimen oder als Externe, denen wir Ausbildung bezahlen und Lebensmittel bringen lassen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  • Auch alle Kinder, für die eine Patenschaft besteht, haben wir interviewt und fotografiert. Wir haben uns ihre Nöte und ihre Wünsche angehört und manchen von ihnen auch ins Gewissen geredet; wir haben uns auch riesig über die Entwicklung der Kinder und Jugendlichen gefreut und gesehen, dass sie auch Eigeninitiative entwickeln. Ein Beispiel ist R., die erfolgreich ein Gemüsebeet im Heim angelegt hat.
  • Ausführlich haben wir mit unseren tollen haitianischen Mitarbeitern gesprochen.
  • Unter den Jugendlichen haben wir einen Wettbewerb veranstaltet, damit sie sich damit befassen, wie viel Geld der Verein HKH für sie ausgibt (großer Spaß und großer Erfolg; die Heimleiterin wird in Zukunft jeden Monat die Buchhaltung mit den Mädchen des Mädchenheims durchsprechen, um mit ihnen gemeinsam zu sehen, wo man sparen kann);

  

 

 

 

 

 

 

 

 

  • Einigen überglücklichen jungen Leuten konnten wir die aus Deutschland gebrachten gebrauchten Laptops geben (Danke! Und bitte: weitersammeln; einige Jugendliche werden im Herbst eine Ausbildung anfangen und dafür einen Laptop brauchen).
  • Für eine Anzahl hungernder Kinder konnten wir Soforthilfe leisten mit Lebensmitteln und „Kraftnahrung“.
  • Beim Waisenheim „Notre Dame de la Médaille Miraculeuse“ in Mapou, Cap Haitien, in dem Soeur Godelieve Caudron tätig ist, haben wir alle Vorbereitungen getroffen, damit der Container, der im März am Hafen angekommen ist, gut „empfangen“ wird und als Schuppen einen guten Platz bekommt.
  • Er steht jetzt, einige Wochen nach unserer Abreise, schon im Waisenheim! Also alles in Ordnung – ohne Schwierigkeiten und ohne „Sonderzahlungen“! Der Inhalt ist in gutem Zustand. Nichts ist verschimmelt, wie wir befürchteten.

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  • Mit den Salesianern haben wir einiges erledigt, was die Hoffnung wieder gestärkt hat, dass wir die zwei Container, die seit zwei Jahren am Hafen von Port-au-Prince stecken, doch endlich herausbekommen.
  • Die Stiftung Max Cadet in Port-au-Prince, die armen Leuten eine gute Zahnbehandlung möglich macht, bekommt die Zahnarztpraxis, die uns von einem deutschen Zahnarzt geschenkt worden ist. Die Stiftung arbeitet mit 11 Zahnärzten in sehr gut eingerichteten Containern. Wir werden der Stiftung die Praxiseinrichtung in einem „Last-Journey-Container“ nach Haiti schicken, den die Stiftung direkt bei sich aufstellen kann. Die Behandlungsräume waren früher in einem Haus, das nach dem Erdbeben vom Januar 2010 aber nicht mehr benutzt werden konnte.
  • Die Registrierung unseres Vereins in Haiti als NGO konnten wir ein gutes Stück vorantreiben.
  • Zu verschiedenen Organisationen, mit denen eine Zusammenarbeit denkbar wäre, haben wir  Kontakte geknüpft.
  • Wir haben Organisationen besucht, mit denen wir bereits zusammenarbeiten: unter anderem Lypedha, ein haitianischer Verein, der mit der Tauberthäler Hilfsgemeinschaft in erstaunlicher Geschwindigkeit in einem hoch gelegenen sehr armen Viertel von Port-au-Prince ein neues Schulgebäude hochgezogen hat. Über die Tauberthäler Hilfsgemeinschaft werden wir Lypedha unterstützen, um die Kosten für den laufenden Schulbetrieb zu sichern.

  

 

 

 

 

 

 

 

  • Wir haben sehr interessante engagierte Leute getroffen und die Basis für eine Zusammenarbeit gelegt: unter anderem den haitianischen Soziologen und Psychologen Herold Toussaint. Professor Toussaint wird in den nächsten Monaten im Mädchenheim der HKH versuchen, den Mädchen nahezubringen, was es heißt, „Verantwortung“ zu übernehmen. Die Kosten der Initiative werden vom OIKOS e.V. getragen. Der OIKOS e. V. wird mit Professor Toussaint auch versuchen, ein Fortbildungsmodell für Lehrer und Erzieher auf die Beine zu stellen, das unter anderem den von der HKH unterstützten Schulen und Heimen zugute kommen soll.
  • Wir haben das Kinderdorf von der „Lebensmission – Jesus für Haiti“ in Gonaives besucht; seit längerer Zeit haben wir Kontakt zu dieser bewundernswerten Initiative. Die Lebensmission hat uns ein für die Registrierung nötiges Empfehlungsschreiben ausgestellt, das für uns sehr wichtig ist. Dem Vorstand dieses Vereins sei hier noch mal unser großer Dank gesagt.
  • Über Erziehung und sinnvolles Lernen konnten wir uns mit wichtigen Leuten austauschen.
  • Mit den Salesianern wurde vereinbart, dass wir versuchen werden, Montessori-Studenten und –Lehrer zu gewinnen, die für einige Wochen oder Monate in den Schulen der Salesianer Anregungen für besseren Unterricht geben könnten.
  • Und sogar einen Nachmittag haben wir frei gemacht und im warmen Meer gebadet. Haiti soll, nach Aussage des belgischen Ex-Konsuls, weniger unsicher sein als viele andere Staaten der Karibik. Vielleicht wird es doch bald wieder zu einem Land, in dem man auch einen Urlaub verbringen kann. Einige Hotels, in denen das möglich ist, gibt es ja.

 

Nach unserer Rückkehr sind wir erst mal krank gewesen und jetzt versuchen wir neben der Nachbearbeitung der Reise all das, was sich in der Zeit angesammelt hat (hunderte von Mails!), Stück für Stück abzuarbeiten.

 

 

Claire und Frank Höfer

und der Vorstand der Haiti Kinder Hilfe e.V.