Bericht Dezember 2013

Milhomme Marie-Maude

 

Guten Tag,

wie geht es  Ihnen ? Maria Maude  und ich, Milhomme  wenden uns mit dem Bericht von November und Dezember an Sie. Wir kommen beide von Marouge und sind im 8. Grund-schuljahr. Maria Maude ist sechzehn Jahre alt und ich bin siebzehn.

Professor Toussaint hatte am 1. November ein Treffen mit den Jungen und am 2. November mit den Mädchen.

Im Laufe des Novembers haben Herr Gottberg und Herr Allers die Heime und die Jungen der WG besucht. Es waren einige Reparaturen in unseren Heimen nötig.

Anläßlich des Geburtstages von Gardy, Stéphane und Ernson haben die Jungen ein großes Fest am 14. Dezember bei sich organisiert. Nach Aufforderung des Komitees der Jungen haben die Mädchen und die Jugendlichen der WG  daran teilgenommen. Wir haben getanzt, gesungen und Gedichte deklamiert. Das Fest ist gut organisiert gewesen und wir waren glücklich an diesem Tag zusammen zu sein.

Die Leitung unserer Schule hat am 20. Dezember ein Fest organisiert. Es gab einen Schönheitswettbewerb und unsere Mitbewohnerinnen, Alexandra und Kerlyne, haben jeweils den ersten und den zweiten Platz gewonnen.

Die Jungen haben an einer Fußballmeisterschaft teilgenommen, in deren Verlauf sie drei Siege errangen. Während des Endspiels, bei dem wir mit einem Spielergebnis von 5 zu 1 Toren führten, ist ein Streit entbrannt und der Schiedsrichter ließ uns nicht weiterspielen. Wir waren sehr enttäuscht, weil wir die Trophäe gewonnen hätten. Wir warten nun auf die Entscheidung des Bundes.

Für die Ferien sind viele von uns in ihrer Familie gewesen. Mit der kleinen Gruppe, die in den Heimen blieb, haben die Verantwortlichen eine Exkursion nach Fermathe organisiert. Es hat uns gefreut, das Museum mit den historischen Monumenten und den Park mit den Tieren zu besuchen, nach Boutilliers zu fahren, um den schönen Blick auf Port-Au-Prince zu geniessen. Es war wirklich schön dort! Wir sind zufrieden und im Namen der Jugendlichen sagen wir  ein herzliches Dankeschön an den Verein für diese gute Freizeitveranstaltung.

Ein Glückliches Jahr für Sie alle und bis bald !

Bonjour,

Comment allez-vous? Marie Maude  et moi, Milhomme  sommes ici pour vous présenter le journal de Novembre et de Décembre. Nous venons tous deux de Marouge, nous sommes en 8ème année fondamentale. Marie Maude a seize ans et moi, dix-sept ans.

Le premier Novembre, le professeur Toussaint a eu une rencontre avec les garçons et le 2 Novembre avec les filles.

Au cours du mois de Novembre messieurs Gottberg et Allers ont visité les foyers et la communauté des garçons.

Il y a eu quelques réparations dans nos maisons.

A l’occasion de l’anniversaire de naissance de Gardy, Stéphane et Ernson, les garçons ont organisé  une grande fête chez eux le 14 Décembre. Sur l’invitation du comité des garçons, les filles et les jeunes des communautés y ont pris part. Nous avions dansé, chanté, déclamé des poèmes. La fête a été bien organisée et nous étions heureux d’être ensemble ce jour-là.

La direction de notre école a organisé une fête le 20 Décembre. Il y a eu un concours de beauté et nos camarades du foyer Alexandra et Kerlyne ont remporté respectivement la première et la deuxième place.

Les garçons ont participé à un championnat de football au cours duquel ils ont remporté trois victoires. Pendant le match final, tandis que nous menons sur un score de 5 buts à 1,  une dispute est éclatée  et l’arbitre n’a pas pu continuer. Nous étions très déçus puisque nous allions gagner le trophée. Nous attendons la décision de la fédération.

Pour les vacances, beaucoup d’entre nous ont été dans leur famille. Avec le petit groupe qui restait dans les foyers, les responsables ont organisé une excursion à Fermathe. Nous étions contents de visiter le musée avec des monuments historiques et le parc avec des animaux, d’aller à Boutilliers pour admirer une belle vue sur Port-au-Prince. Il fait vraiment beau là-bas ! Nous sommes satisfaits et au nom des jeunes, nous disons un grand merci au comité pour ce bon moment de loisir.

Heureuse année à vous tous et à bientôt!

Bericht im Oktober 2013

CarlineAn die Freunde der Heime der Haiti Kinder Hilfe,

Ich möchte Sie heute über unsere Aktivitäten des vergangenen Monats Oktober zu informieren.

Dieser Monat wurde vor allem durch die Rückkehr in die Schulklassen bestimmt. Drei Jungen haben ihr Ausbildungsjahr zum 1. Oktober 2013 bei den  Salesianern angefangen: Saint-Félix lernt die Schneiderei, Job die Klempnerei. Sie sind im ersten  Jahr und Stefan, der das Schweißen lernt, ist in zweitem Jahr.

Wir anderen haben eine Woche später angefangen, also am 7. Oktober 2013. Wir sind am Collège Audilon Sylvestre, außer Ephesien und Gardy, die an der UNASMOH lernen, Jessica ist an der Universität Lumiere und Jeanveline in einer speziellen Abendklasse in Canado. Wir warteten mit Ungeduld auf die Rückkehr in die Klassen, aber sind etwas unzufrieden, weil der Schneider unsere Uniformen nicht rechtzeitig gebracht hat. Für manche von uns ist es ein Vergnügen in einer neuen Schule zu sein. Die Schule beginnt morgens um 8 Uhr und endet um ein Uhr oder für manche um zwei Uhr. Nach der Rückkehr studieren wir unsere Lektionen und bereiten unsere Hausaufgaben vor. Unser Nachhilfelehrer Wilkens hilft uns bei  Mathematik und Physik.

Am 11. Oktober sind die beiden Jungs, die für medizinische Behandlungen in Deutschland gewesen sind, nach Hause zurückgekehrt. Wir waren alle froh, sie wiederzusehen. Sie haben mit uns ein wenig über ihren Aufenthalt gesprochen.

Bei den Mädchen hatten Johanne und Alexandra Geburtstag. Wir haben nicht gefeiert, weil wir beschlossen haben, ein grosses Fest für alle zu organisieren, die ab Oktober 2013 bis Ende April 2014 Geburtstag haben. Schon jetzt bereiten wir unser Programm und unsere Choreographien für diese Gelegenheit vor.

Es ist mir ein Vergnügen gewesen, Sie zu informieren. Ich heiße Carline Pierre, bin 20 Jahre alt und in der 8. Klasse. Ich bin herzkrank und wurde 2004 operiert. Zur Zeit habe ich gesundheitliche Probleme. Nach den Anweisungen des Arztes soll ich einen neuen chirurgischen Eingriff für eine Verbesserung meines Zustandes vornehmen lassen.

Bis bald

Carline

Amis des foyers de Haiti Kinder Hilfe,

Je viens aujourd’hui vous informer de nos activités au cours du mois d’Octobre.

Ce mois est surtout marqué par la rentrée des classes. Trois garçons ont commencé leur année de formation à Salésiens le 1er Octobre 2013 : Saint-Félix apprend la couture, Job la plomberie. Ils sont en première année et Stéphane qui  fait la soudure, est en deuxième année.

Nous autres, nous avons commencé une semaine plus tard soit le 7 Octobre 2013. Nous sommes au Collège Audilon Sylvestre sauf Ephésien et Gardy qui sont à l’UNASMOH, Jessica qui est  à l’Université Lumière et Janveline qui suit des cours spéciaux le soir à Canado. Nous attendions avec impatience la rentrée des classes mais nous n’étions pas très contents parce que le couturier n’a pas remis à temps nos uniformes. Pour certains d’entre nous, c’est un plaisir d’être dans une nouvelle école.  L’école commence le matin à 8 heures et prend fin à une heure ou deux heures pour certains. Au retour, nous étudions nos leçons et préparons nos devoirs. Notre moniteur Wilkens nous aide à faire les Mathématiques et la Physique.

Le 11 Octobre, les deux garçons qui ont été en Allemagne pour des traitements médicaux sont retournés chez eux. Nous  étions tous contents de les revoir. Ils nous ont parlé un peu de leur séjour.

Chez les filles, c’était l’anniversaire de Johanne et Alexandra. Nous n’avons pas fêté parce que nous avons décidé d’organiser une grande fête pour toutes celles qui ont leur anniversaire à partir d’Octobre 2013 jusqu’à Avril 2014. Déjà nous préparons notre programme, nos chorégraphies pour cette occasion.

Enfin, ça a été un plaisir de vous informer. Je m’appelle Carline Pierre, j’ai 20 ans et je suis en 8ème année fondamentale. Je suis malade du cœur et j’ai été opérée en 2004. Je présente actuellement des problèmes de santé. Selon les indications du médecin, je dois subir une nouvelle intervention chirurgicale pour une amélioration de mon état.

A bientôt

Carline

Bericht und Dank zum Jahresende 2013

 

 

 

 

 

 

 

Liebe Freundinnen und Freunde der Haiti Kinder Hilfe!

Während wir den folgenden Bericht über Aktivitäten und Ereignisse in den letzten Monaten dieses Jahres schreiben, wandern die Gedanken immer wieder zu Winfried Hofmann, diesem sanftmütigen und entschlossenen Mann, der sich als 2. Vorsitzender für die Haiti Kinder Hilfe unermüdlich eingesetzt hat, bis er im Juli dieses Jahres von einer schweren Krankheit erlöst wurde. Falls er „von oben“ herunterschaut: Würde ihm das, was sich in Haiti tut und was wir jetzt ohne ihn zu leisten haben, wohl Freude bereiten? Wir glauben: ja.

Es gibt kleine, aber bemerkenswerte Fortschritte in Haiti. Erheblich mehr Kindern ist der Zugang zur Schule möglich. Straßen werden repariert. Das eine oder andere Tourismus-Projekt kommt zustande. Haiti muss nach Meinung vieler Experten mehr Eigeninitiative entwickeln, wobei die Erziehung zur Fähigkeit, Eigeninitiative zu haben, wiederum einige Unterstützung braucht. Genau hier setzt die Haiti Kinder Hilfe an.

Dürfen wir Sie, liebe Freunde der Haiti Kinder Hilfe, bitten, Ihre Freude am Helfen vor allem aus dem Bewusstsein zu schöpfen, Kindern eine nachhaltige Entwicklung zur Selbständigkeit zu ermöglichen? Haiti braucht selbstsichere, verantwortungsvolle, kompetente, möglichst gut ausgebildete Menschen. Sobald Kinder aus armen und ärmsten Verhältnissen in unseren Heimen aufgenommen oder als extern lebende Jugendliche versorgt werden, brauchen sie Hilfe, um ihnen den Weg in ein klares berufliches Leben zu ermöglichen.  Das erfordert eine nachhaltige Erziehungs- und Ausbildungsarbeit, das heißt stetige Unterstützung über Jahre!  Wir kümmern uns auch immer wieder um Notfälle. Aber wir wollen hauptsächlich haitianische Kinder und Jugendliche aus armen Familien  in eine wirkliche Selbständigkeit führen.  Damit können sie, erwachsen geworden, durch ihr Leben und Tun die Botschaft gelungener, verantwortungsvoller Eigenständigkeit ins Land hinaustragen. Wundern Sie sich also nicht, wenn Sie auf den Fotos hauptsächlich fröhliche Jugendliche sehen. Sie sind wohlgenährt und fröhlich aufgrund Ihrer Spenden! Sie haben im Großen und Ganzen gute Noten in der Schule ebenfalls aufgrund Ihrer Spenden, denn ohne diese Spenden hätten sie überhaupt keine Noten!

Glückliche Jugendliche

 

 

 

Die „Haiti Kinder Hilfe“ in Haiti –  Unsere Hauptprojekte: Mädchenheim, Jungenheim, Unterstützung extern lebender Jugendlicher

Einzug der JungsMädchenheim/Jungenheim:

Nach dem Kauf eines Hauses für die Jungen ist nun ein zweites Vereinshaus für die Mädchen hinzugekommen! Wir sparen auf diese Weise hohe Mietkosten und erfüllen die Auflage des deutschen Finanzamts, die nach dem Erdbeben eingegangenen Spenden zweckgebunden und zeitnah zu verwenden.

Das Mädchenheim vom Garten aus gesehen

Das Mädchenheim vom Garten aus gesehen

Weiterer Vorteil:   Mit Unterstützung der Haiti Kinder Hilfe hat Maître Audilon Sylvestre, Schuldirektor, eine neue Schule in der Nähe der beiden Heime eröffnen können. Alle Kinder und Jugendlichen besuchen nun seine Schule und können zu Fuß dorthin. Das erspart die täglichen Schultransporte.

HuldaHulda, eines „unserer“ Mädchen hat ihr Agrono-miestudium mit Erfolg abgeschlossen. Sie will eine Zusatzausbildung für Lebensmittelverarbeitung machen: eine hervor-ragende Idee, wobei noch unklar ist, wie sich das realisieren lässt. Wenn kein Mäzen auftaucht, käme eine solche Ausbildung im Ausland für den Verein zu teuer, aber auch in Haiti gibt es einige interessante Ansätze. Die Idee ist wertvoll, weil es in Haiti kaum Initiativen gibt, Lebensmittel haltbar zu machen. Ein Teil der landwirtschaftlichen Erträge verkommt, weil die Produkte nicht so schnell verkauft werden können. Und die Bauern bauen weniger an als sie könnten. Hulda sucht nach einer guten Lösung. Nebenbei hat sie angeboten, den Jungen im Heim zu zeigen, wie sie den Garten des Heims bepflanzen und pflegen können.

Marie-YnaciaMarie Y. hat ihre Ausbildung als Krankenschwester erfolgreich abgeschlossen: Sie hat es verdient, denn sie war eine sehr engagierte Studentin, und wir gratulieren ihr herzlich. Jetzt ist noch der Schritt in die Berufstätigkeit zu bewältigen, aber Krankenschwestern sind in Haiti gefragt.

Die Mädchen, die zur Schule gehen, haben sich in dem zweiten Halbjahr sehr verbessert und im Durchschnitt mit guten Noten das Schuljahr beendet. Die Jungs haben es da schwerer. Zwei haben mit der Schule aufgehört und jetzt eine Ausbildung als Installateur und als Schneider bei den Salesianern angefangen. S., der letztes Jahr eine Schweißerausbildung angefangen hatte, hat noch ein Jahr zu absolvieren.

Natürlich gibt es immer wieder auch „Problemfälle“. Wir versuchen stets einen Weg zu finden, dass die Jugendlichen wieder  „in die richtige Spur kommen“. HKH_Fußballmannschaft

Uns freut, dass im letzten Container Fußbälle und Fußball-trikots geschickt wurden: das Heim der Jungs hat jetzt eine voll ausgerüstete Fußballmannschaft, die stolz den Namen „HKH“ (Haiti Kinder Hilfe) trägt und sich regelmäßig mit anderen Mannschaften misst. Die Mädchen sind meistens als „Fans“ dabei. Manchmal führt der Weg zu guten Noten ja über die Disziplin und die Selbstsicherheit, die Jugendliche beim Fußballspielen erwerben!

Zwei Jungs unseres Heims konnten dank der Ärztin Dr. Christa Kitz und den Ärzten und Ärztinnen des Kinderkrankenhauses, in dem sie arbeitet (Kinderklinik am Mönchberg – Kinderfach-abteilung der missionsärztlichen Klinik), nach Würzburg kommen, um dort untersucht und behandelt zu werden. Das war nötig, weil nach Auskunft der haitianischen Ärzte die Möglichkeiten der Therapie in Haiti ausgeschöpft waren.

Das Ärzteteam mit den 2 Jungs

Christa Kitz, der Geschäftsführung der Klinik und den Chefärzten der involvierten Abteilungen sowie dem ganzen Krankenhauspersonal sei hier unser größter Dank ausgesprochen für all die Bemühungen und teilweise großen Schwierigkeiten, die mit der Reise und dem Aufenthalt der Jungs verbunden waren.

Unser Dank gilt auch der Fluggesellschaft Air Caraïbes und all denen, die sich während der Reise und während des Aufenthalts um die Jungs gekümmert haben.

Mehrere Container, die schon lange im Hafen in Port-au-Prince warteten, wurden dank der Salesianer vom Zoll freigegeben. Der kleine Bus, den die HKH in Deutschland 2010 gekauft hatte, steht also jetzt für notwendige Fahrten zur Verfügung und erweist sich als hervorragendes Gefährt auf den teilweise abenteuerlichen Straßen von Port-au-Prince.

Die Zusammenarbeit mit Pater Zucchi, dem Chef der Salesianer-Schulen, und Frau Dr. Höfler, die Slumkinder verarztet, aber auch zunehmend pädagogische Hilfe in den genannten Schulen leistet, ist eine wahre Freude.

Die extern wohnenden Jugendlichen werden gut versorgt. Der größere Teil wird jetzt in einer Wohngemeinschaft zusammengefasst, was als Zwischenschritt in die volle Selbständigkeit besonders sinnvoll erscheint. Einer studiert Jura, zwei machen eine Ausbildung und die anderen gehen zur Schule.

Hérold ToussaintImmer wieder ist die Haiti Kinder Hilfe dankbar für die durch den OIKOS e.V. ermöglichte stetige Hintergrundberatung durch Professor Herold Toussaint. Er ist zum psychologisch-pädagogischen Begleiter für die Jugendarbeit geworden, die wir leisten. Und: Durch seine große Erfahrung mit Europa kann er uns Europäern immer wieder manches erklären, was uns die haitianische Seele und damit zusammenhängendes Verhalten besser verstehen lässt.

Zählen lernen im Waisenheim

 

Andere Projekte:

Die für den haitianischen Verein Lypedha von der Tauberthäler Hilfsgemeinschaft in einem Armenviertel von Port-au-Prince gebaute Schule mit etwa. 400 Schülern läuft sehr gut. Bereits für ein zweites Jahr bezahlt die Haiti Kinder Hilfe die Lohnkosten der Lehrer. Lypedha schickt uns regelmäßig Dankesbekundungen, was uns natürlich freut.

Waisenheim und Schule in Cap Haitien werden von uns nach wie vor durch Patenschaften unterstützt. Soeur Godelieve berichtet regelmäßig über die dortigen Ereignisse. Das Projekt wurde von katholischen haitianischen Frauen gegründet, die sich mit Haut und Haaren der Aufgabe widmen, Waisen- und Slumkindern zu helfen.

Die Haiti Kinder Hilfe in Deutschland

Wir suchen weiter nach ehrenamtlichen Mitarbeitern. Eine große Freude ist der durch die Anregung von Frohmut Gerheuser entstandene Arbeitskreis Schule. Der Arbeitskreis trifft sich regelmäßig und versucht, Schulen für die Haiti Kinder Hilfe zu begeistern. In diesem Rahmen  ist unter anderem auch eine Ausstellung mit Stellwänden in Vorbereitung, die in Schulen, aber auch anderswo gezeigt werden kann. Danke an alle, die sich hier engagieren. Weitere Mitglieder des Arbeitskreises sind hochwillkommen. Und wer daran interessiert ist, eine Ausstellung zu organisieren, auch.

Wir erhoffen uns weitere ehrenamtlich arbeitende Arbeitskreise für den Kontakt zu Industrie und Handwerk, zu den Medien, zu Service-Clubs, zum koordinierten Containerversand, zum Kontakt mit den Eine-Welt-Läden …

Und natürlich brauchen wir wieder eine/n stellvertretende(n)  Vorsitzende(n)! Im Mai 2014 werden wir die nächste Mitgliederversammlung abhalten und bis spätestens dahin hoffen wir jemanden zu finden, der die Arbeit, aber auch die vielen frohen Ereignisse der HKH mitträgt.

 

Allen Freunden, Spendern, Mitarbeitern, Engagierten, Schülern, Lehrern, Kindern, Eltern und Vereinen, die uns helfen, sagen wir im Namen all der Kinder, Jugendlichen und jungen Leute, denen geholfen wird, herzlichen Dank!

 

Und eine Bitte! Helfen Sie uns weiter: machen Sie bitte den Verein bekannt, reichen Sie diesen Bericht weiter, gewinnen Sie neue Paten, neue Unterstützer! Wir brauchen das sehr. Das Leben in Haiti ist sehr viel teurer geworden und die Tatsache, dass unsere Jugendlichen immer älter werden und wir sie bis zur Selbständigkeit begleiten wollen, bringt stetig wachsende Kosten mit sich!

Wir stellen Ihnen dazu Plakate zur Verfügung, Flyer und eine CD mit einer Präsentation über Haiti und die Arbeit der Haiti Kinder Hilfe. Fordern Sie also Material bei uns an.

Wir wünschen Ihnen einen goldenen Herbst, einen friedvollen Advent und – ja, bald ist es schon wieder soweit – ein schönes und hoffnungsvolles Weihnachtsfest.

Mit herzlichen Grüßen

Für den Vorstand

Claire Höfer                                                                          Alois Vogg

PS: Denken Sie daran, unsere Homepage www.haitikinderhilfe.de ab und an zu besuchen. Immer wieder wird Neues darauf veröffentlicht.

Die Filmpräsentation „Haiti und die Haiti Kinder Hilfe 2013“ ist da auch zu finden.

 

 

 

Dank von Marie-Ynacia (November 2013)

SONY DSCAn die Mitglieder der Haiti Kinder Hilfe,

es ist mir wichtig, Ihnen zu schreiben um zu danken dafür, dass Sie mir geholfen haben an der Université Notre Dame d’Haiti zu studieren und auch für die vielen Wohltaten meiner ganzen Familie gegenüber. (Der Familie wurden regelmäßig Lebensmittel gebracht und einer Schwester wurde die Schule bezahlt. Der Vater ist der Torhüter des Mädchenheims.)

Ich empfinde es als meine Pflicht, für Sie Bilanz zu ziehen über meine vier Jahre Krankenschwesternstudium.

Ich werde den Tag nie vergessen, an dem die neue Mannschaft der HKH zugestimmt hat, mein Studium zu finanzieren. Das werde ich mein Leben lang bezeugen, denn meine Eltern wussten nicht, was sie machen sollten, und jetzt, wo ich dieses Studium beendet habe, ist es zum großen Teil Ihr Verdienst, denn dank Ihnen bin ich Krankenschwester.

Um ehrlich zu sein, das Studieren war nicht leicht, denn ich wohne sehr weit von der Uni, die Fahrt war mühsam. (Marie-Ynacia wohnt mit ihrer Familie in einem Lager ganz am Rand von Port-au-Prince.) Dazu kommt, dass wir keinen Strom haben. All diese Jahre studierte ich im Licht einer (Petroleum)Lampe. Trotz allem habe ich die Kurse mit sehr guten Noten bestanden.

Ich bekam folgende Durchschnitte:

—im ersten Jahr Durchschnitt aller Noten 81,56 %

—im zweiten Jahr Durchschnitt aller Noten 84,44 %

—im dritten Jahr Durchschnitt aller Noten 73,70 %

—im vierten Jahr Durchschnitt aller Noten 86,95 %

(In Haiti wird in Prozenten benotet. Beim Krankenschwesternstudium ist meistens 65% mit „Befriedigend“ zu übersetzen. Marie-Ynacia hat fast immer „sehr gut“ gehabt, einmal nur“gut“.)

Außerdem habe ich am Ende des vierten Jahres eine Forschungsarbeit in der Gruppe gemacht, die zum Thema hatte: „Der Einfluss von Alkohol auf Familienbeziehungen am Fall von 20 Familien 2010-2012“. Dafür bekam ich die Note 99,20 % mit dem Vermerk „hervorragend“. Ich habe meine Praktika sehr gut bestanden. Jetzt muss ich nur noch die Ergebnisse der letzten Staatsprüfungen abwarten, um meine Lizenz zu bekommen.

Ich habe dieses Studium gewählt, um mich mit Krankheiten auszukennen, um zu wissen was zu tun ist wenn eine Person meiner Umgebung krank wird, um meiner Familie und meinem Land zu helfen.

Marie-YnaciaDie Diplomverleihungszeremonie hat am 22. September stattgefunden.

Im Moment bin ich auf der Suche nach Arbeit, obwohl es in Haiti schwierig scheint. Und ich habe auch die Idee gehabt am „Institut National Haïtien de Santé Communautaire“ (INHSAC) einen Magister in Gesundheit im Gemeinwesen zu machen. Ich denke, dass ich auf dem Niveau sehr gut wäre und die Arbeitssuche leichter wäre. Ich informiere Sie damit über die Realität in Haiti. Sie wissen es wahrscheinlich schon. Dennoch bleibe ich zur Verfügung, falls Sie eine andere Perspektive für mich hätten.

Kurz, ich bin wirklich froh für all Ihre Hilfen in Natura und für das, was Sie bezahlt haben, was Sie mit einem offenen Herzen getan haben und wobei Sie nicht entmutigt wurden.

Tausend Dank an alle.

Mit meinen aufrichtigsten Grüßen und Dankesworten

Marie-Ynacia

Dank für Milhomme und Ernson

Krankenhaus6Krankenhaus8Krankenhaus5

 

Die „Haiti Kinder Hilfe“ dankt allen, die zum fast  vierwöchigen Aufenthalt von Milhomme Mélicien und Ernson Désir in Europa beigetragen haben. Beide waren beim Erdbeben von 2010 unter Trümmern des Jungenheims verschüttet gewesen, konnten aber gerettet werden. Ihre großen gesundheitlichen Probleme machten den Aufenthalt nötig. Danken wollen wir:

 

  • der Fluggesellschaft Air-Caraïbes, die stark verbilligte Reisetickets bewilligt hat und die mit viel Geduld und Freundlichkeit die bürokratischen Visaprobleme und sonstigen Verzögerungen mitgetragen hat, um den beiden minderjährigen Jungs die Reise nach Europa möglich zu machen.
  • den lieben Leuten, die so nett waren, die Jungs am Pariser Flughafen abzuholen und sie in den Zug nach Deutschland zu setzen, nachdem sie in einem Restaurant ihren Hunger stillen konnten.
  • Dr. Christa Kitz, die alles von langer Hand vorbereitet hat, vor allem die im Krankenhaus nötigen Untersuchungen, aber auch die Tage in ihrem Haus, denn die Jungs haben bei ihr gewohnt, wenn sie nicht im Krankenhaus waren.
  • dem Ärzte– und Krankenhausteam in Würzburg, das, wie schon kurz nach dem Erdbeben im Jahre 2010 für Milhomme, alles denkbar Mögliche für die Gesundheit der beiden Jungs getan hat.
  • der „Deutschen Bahn“, die sich ohne zu zögern um sie gekümmert hat, als sie in der falschen Stadt ausgestiegen waren und einigermaßen „verloren“ am Ingolstädter Bahnhof standen.
  • all jenen, die sie auf ihrer Rückfahrt vom Zug abgeholt, ihnen ein wenig Paris gezeigt, sie beherbergt und schließlich am nächsten Tag zum Flughafen nach Orly gebracht haben.
  • Und natürlich allen Mitarbeitern, Vereinsmitgliedern und Spendern, ohne die all dies nicht möglich gewesen wäre.
  • Milhomme und Ernson sind wieder in Haiti. Da der Anfang des Schuljahres in Haiti nach hinten verschoben wurde, haben sie nur eine Woche Unterricht verpasst…

Zusammen mit uns danken auch sie!

Ernson UnterschriftKrankenhaus4

 

 

 

 

Krankenhausteam

 

Das Krankenhausteam der„Kinderklinik am Mönchberg—Missionsärztliche Klinik Würzburg“mit vorne rechts (von links nach rechts) Ernson, Milhomme und Dr. Christa Kitz

 

 

Krankenhaus2

Musizieren bei Christa Kitz

Krankenhaus1

 

 

 

Bericht aus den Heimen in Port-au-Prince September 2013

GuyveLoveIch heiße Guyve Love und bin 22 Jahre alt. In diesem Jahr bin ich im Rheto  im Kollegium Audilon Sylvestre. Im Schuljahresende werde ich an den offiziellen Prüfungen des Abiturs teilnehmen. Ich beabsichtige gut zu arbeiten, um das Abitur erfolgreich zu bestehen.

Nun möchte ich Ihnen von unseren Aktivitäten im Laufe des Septembers erzählen.

Nach der Rückkehr von den Ferien im August sind wir Mädchen aus dem Mädchenheim in ein neues Haus umgezogen. Wir leben seitdem in einem geräumigeren Haus in Delmas. Es hat fünf Schlafzimmer, ein Wohnzimmer, eine Küche, ein Esszimmer, einen Hausaufgabenraum, ein kleines Büro und zwei grosse Galerien. In unserem Hof gibt es einen Garten mit einem Kirschbaum, einem Orangenbaum und Gemüsebeete.

Unsere Mitbewohnerin Carline, die herzkrank ist, fühlte sich nicht gut. Ihr Arzt rät ihr zu einer Operation.

Phenia, eine andere Kameradin, hat ihren Geburtstag am  4. September gefeiert. Überdies hatte sie keinen Erfolg in ihren Abiturprüfungen. Sie ist die Einzige, die von den Mädchen die Klasse wiederholen soll.

Im Jungenheim sind Milhomme und Ernson am 15. September nach Deutschland zu medizinischen Behandlungen geflogen. Die Jungen des Hauses haben an einer Fussballmeisterschaft teilgenommen und die Trophäe wieder gewonnen. Wir Mädchen waren dabei, um sie zu unterstützen.

Im Jungenheim wurde im August Myklave, der jüngere Bruder von Cassandra aufgenommen.

Jean Raynald, Claudanier und Myklave haben ihren Geburtstag im Laufe des Septembers gefeiert.

Ich bedanke mich bei Ihnen für das Lesen unserer Informationen und bis bald zu  einen nächsten Bericht.

 

Je m’appelle Guyve Love Philidor, j’ai 22 ans. Cette année, je suis en Rhéto au Collège Audilon Sylvestre. A la fin de l’année scolaire, je participerai aux examens officiels du Baccalauréat. Je compte bien travailler pour pouvoir réussir.

Je veux vous parler de nos activités  au cours du mois de Septembre 2013.

Au retour des vacances en Août, nous, du foyer des filles, avons déménagé vers une nouvelle maison. Nous vivons depuis, dans une maison plus spacieuse à Delmas 31. Elle a cinq chambres à coucher, un salon, une cuisine, une salle à manger, une salle d’études, un petit bureau et deux grandes galeries. Dans notre cour, il y a un jardin avec un cerisier, un oranger et des légumes.

Notre camarade Carline qui est malade du cœur, ne se portait pas très bien. Selon son médecin, elle doit être réopérée.

Notre camarade Phénia a fêté son anniversaire de naissance le 4 Septembre. Par ailleurs, elle  n’a pas réussi aux examens du baccalauréat. Elle est la seule  qui doit refaire la classe cette année chez les filles.

Au foyer des garçons, Milhomme et Ernson sont partis en Allemagne le 15 Septembre pour des traitements médicaux. Les garçons du foyer ont participé à un championnat de football et ont remporté le trophée.  Nous, les filles, avons été les supporter.

Les garçons ont accueilli en Août dernier Myklave Etienne, le jeune frère de notre camarade Cassandra.

Jean Raynald, Claudanier et Myklave ont fêté leur anniversaire de naissance au cours du mois de Septembre.

Merci d’avoir lu nos informations et  à bientôt pour un prochain journal.

Wir nehmen Abschied von Winfried Hoffmann

Liebe Freunde der Haiti Kinder Hilfe e.V., liebe Mitglieder,

Winfried HoffmannHeute leider eine sehr traurige Mitteilung: unser 2. Vorsitzender, Winfried Hoffmann, ist am 13.07.2013 nach schwerer Krankheit im Alter von 74 Jahren verstorben.

Wir trauern zusammen mit seiner Lebenspartnerin Donata Ortner, seiner Familie und seinen Kindern und allen seinen Freunden um einen ganz liebenswerten, aufrichtigen und engagierten Menschen, einen Menschen, der sich überall dort einsetzte, wo er Not sah, wo Hilfe notwendig war.

So hat er auch über viele Jahre als Mitglied und dann seit Oktober 2010 als 2. Vorsitzender der Haiti Kinder Hilfe e.V. mit seinem Wissen um Haiti im Verein tatkräftig mitgearbeitet. Er war öfters in Haiti, wo ihn die Not der Menschen und hier insbesondere der Kinder berührte. Er war als engagierter Christ immer auf der Seite der Schwachen und Notleidenden Menschen auf unserer EINEN WELT.

Winfried´s große Erfahrung und daraus resultierend seine konstruktiven Vorschläge hat er stets klar vermittelt. Bei Problemen wirkte er immer ausgleichend und suchte nach fairen Kompromissen.

Der Vorstand der Haiti Kinder Hilfe hatte auch die Gelegenheit, ihn privat als liebenswerten Mann und guten Freund kennen und schätzen zu lernen.

Winfried wird uns vor allem auch im Vorstand der Haiti Kinder Hilfe e.V. sehr fehlen; wir vermissen ihn und seinen Rat. Aber wir sind auch dankbar, dass er sich über viele Jahre im Verein zum Wohle Haiti´s und der haitianischen Kinder und Jugendlichen eingesetzt hat.

Wir werden Winfried im Herzen behalten und seiner liebevoll und dankbar erinnern.

Für den Vorstand und alle Mitarbeiter der Vereins:

Claire Höfer, Alois Vogg