Kinderheim und Schule der katholischen Laiengruppe

Projekt in Zusammenarbeit

In Cap Haïtien erwarten uns Soeur Godelieve und Madame Lecomte. Gerade angekommen, besichtigen wir die Gebäude und das ausgedehnte, mehrere Hektar umfassende Gelände. Wir haben Glück, denn schon am nächsten Tag können wir das 15-jährige Bestehen dieser Initiative mitfeiern. 400 Kinder aus dem Waisenheim und aus den Slumvierteln werden hier vom Kindergartenalter bis zur 7. Klasse beschult  Die Schule soll bald aufgestockt werden, so dass die Kinder bis zur 9. Klasse bleiben und einen Schulabschluss erwerben können. Die Klassenräume sind geräumig. Die Lehrer sind hoch motiviert. Leider ist ein in Haiti weit verbreitetes Problem, dass die Lehrer nur für einen Frontal- unterricht ausgebildet werden, der die Eigeninitiative der Schüler viel zu wenig fördert. Madame Lecomte und die Direktorin der Schule, Madame Étienne, versuchen ihr Bestes, um den Lehrern und Lehrerinnen nach und nach vielfältigere Unterrichtsmethoden nahe zu bringen. Ihre Schule hat bei den staatlichen Prüfungen 100% Erfolg.

Zum Projekt gehört ein Kinderheim  mit mittlerweile 106 Kindern vom Babyalter bis zu Jugendlichen. Soeur Godelieve kümmert sich hauptsächlich um die Jüngsten. Ihre Küche ist voll mit Babynahrung, die sie hortet wie einen Schatz, denn immer wieder muss sie Kinder vor zu einseitiger Ernährung retten. Die Geschichten, die sie zu erzählen weiß, aus welchen Umständen Kinder ins Heim gekommen sind, können einem das Herz zerreißen.

 

 

Schwester Godelieve erzählt:

„Jakenson hat es schwer : « Ich habe Eltern, einen kleineren Bruder und eine kleine Schwester. Sie leben mit Papa und Mama. Mein Vater hat mich rausgeschmissen!“ Das erlebt er als starke Ablehnung und es wird Zeit dauern, bis er wieder Selbstvertrauen empfindet.

Steve* war ein hungerndes Baby, das man auf dem Bürgersteig gefunden hatte. Als Steve uns gebracht wurde, war er wie ein kleines Tier. Nach Monaten der Pflege und liebevollen Aufmerk-samkeit ist er langsam ein kleiner Junge wie die anderen.

Baby*, dessen Alter man nicht kennt. Er wurde von Nachbarin zu Nachbarin weiter-gereicht. Seine Mutter ist gestorben, als sie ihn gebar. Baby hat nicht einmal einen Namen!

 

Morales ist jetzt 10. Er hat einen zwei Jahre älteren Bruder. Sie haben ihre Mutter sterben sehen und danach sind sie in Port-au-Prince herumgeirrt. Eines Tages sind sie in einen der Gratis-Busse gestiegen, die denjenigen zur Verfügung gestellt wurden, die von Port-au-Prince wegwollten. Sie wussten nicht, wohin die Reise ging und kamen nach Ouanaminthe. Sie kannten da niemanden und niemand kannte sie. Sie sind wieder herumgeirrt, schliefen draußen unter Notunterkünften und aßen, was sie finden konnten. Eines Tages sagte ihm sein Bruder: „ Ich habe es satt, ich will nicht weiter so leben!“ Sie haben sich dicht nebeneinander schlafen gelegt, aber am Morgen, als Morales aufwachte, war sein Bruder nicht mehr da. Da war das Kerlchen ganz allein. Er fing an zu weinen, bat fremde Leute darum, ihn in ihre Familie aufzunehmen. Eine Nonne nahm ihn auf und er lebte einen Monat in deren Gemeinschaft, bis sie ihn uns brachten. Die Traurigkeit liest man in seinen Augen, seine Mutter, sein Bruder ???….

Geht man über die große Wiese des Heims zwischen den im Geviert angeordneten Häusern, in denen die Kinder nach Altersgruppen aufgeteilt leben, fühlt man sich wie in einer Großfamilie. Es ist friedlich. Kinder spielen mit einer Art Murmeln auf der Wiese. Sie sind Profis im Zielen und Schießen mit diesen Murmeln, wobei die Aufgabe darin besteht, mit den Murmeln in eine kleine Erdmulde zu treffen wie beim Golf, nur dass man hier nur Abstände von etwa dreißig bis fünfzig Zentimeter zu überbrücken hat. Hinter einer Reihe von Wohnräumen liegt die Küche, ein Schuppen, in dem für die Heimkinder und die Schüler gekocht wird – auf offenem Holzfeuer. In Riesentöpfen, die jeweils auf drei Steinen stehen, zwischen denen die großen Holzscheite brennen, wird der Reis gekocht und die dazugehörige Sauce. Der Rauch zieht einfach nach oben ab und schlängelt sich um die Dachplatten aus Wellblech herum ins Freie.

Neue Klos werden von einer europäischen Hilfsorganisation finanziert. Sie stehen schon im Rohbau.

Weiter unten im Grundstück liegt der ringsum offene Versammlungsraum, der auch für die Gottesdienste dient. Hier würde die Laiengemeinschaft gerne ein Gemeinschaftshaus bauen, um die nötige kontemplative Umgebung zu schaffen, in der die Mitglieder innerlich durch Gebet und Stille für die schwere Aufgabe des Kinderheims und der Schule auftanken können. Man hat es ja hier in der Regel mit Kindern zu tun, die aus den Slums von Cap Haïtien kommen – keine leichte erzieherische Aufgabe. Man vergisst das leicht, wenn man die im Großen und Ganzen friedliche Stimmung in Heim und Schule erlebt.

Es soll auch ein landwirtschaftlicher Bereich entstehen mit Hühnerstall, Ziegen und einem großen Gemüsegarten. Man kann diesen Teil des geplanten Projekts in seiner Bedeutung gar nicht hoch genug einschätzen. Slumkinder haben oft viel zu wenig Anregung, weil sie von der Vielfalt kaum etwas mitbekommen, die sowohl die Kultur des Landes als auch seine Natur zu bieten hat. Verschiedene Tiere samt einem Gemüse- und Blumengarten haben von daher einen enormen erzieherischen Wert.

Hier in diesem Projekt ist in fünfzehn Jahren etwas entstanden, das ein Hoffnungsträger für Haiti ist. Die „Haiti Kinder Hilfe“ beabsichtigt möglicherweise hier verschiedene Einzelprojekte zu unterstützen.

Eine Reihe Patenschaften der Haiti Kinder Hilfe existieren bereits.

Der Verein „Espwa“ (Hoffnung) von Frau Dr. Höfler und die Salesianer in Port-au-Prince

Projekt in Zusammenarbeit

Frau Dr. Höfler ist eine deutsche Ärztin, die nach ihrer Pensionierung beschlossen hat, mit einem kleinen, zur Ambulanz eingerichteten Allrad-Lastwägelchen in manchen Slums von Port-au-Prince (vor allem von Cité Soleil, dem größten Slum der Stadt) Slumkinder und oft auch deren Eltern medizinisch zu versorgen. Sie hat einen eigenen Verein gegründet, arbeitet dabei aber eng mit den Salesianern zusammen, die in Haiti 20 000 Personen beschulen (von der Vorschule bis zu Lehrer-ausbildungen und Alphabetisierungskursen für Erwachsene).    

 

 

 

 

Vier der Schulen stehen in der Nähe von Cité Soleil.  Teil der Ausbildungsaktivitäten der Salesianer sind dabei auch berufliche Fort- und Ausbildung(SchreinerIn, Schlosser, KosmetikerIn, Automechaniker, MaurerIn, KlempnerIn). Tatsächlich sind auch manche Mädchen in Ausbildungen, die bislang eher Männern vorbehalten waren. Frau Dr. Höfler kümmert sich allerdings auch zunehmend um die Fortbildung all der Lehrer bei den Salesianern. Wenn sie, sich ihrer Autorität bewusst, ein wenig zu sehr ins Komman-dieren gerät, reagiert der haitianische Leiter der Salesianer, Pater Zucchi, mit gelassenem Humor. Er schätzt den Schwung von Frau Dr. Höfler, weiß aber auch, dass in Haiti Fortschritte nur Schritt für Schritt und gegen die Schwerkraft der Gewohnheiten erzielt werden können. Er und Frau Dr. Höfler haben in der letzten Zeit durch das Erdbeben schwere Rückschläge erlebt: fast alle Schul- und Verwaltungsgebäude in Port-au-Prince sind zerstört worden. Die meisten wurden inzwischen in Eigenarbeit der Schüler und Lehrer in Barackenform wieder aufgebaut.

 

 

 

 

 

 

 

 

Die „Haiti Kinder Hilfe“ will Frau Dr. Höfler mit Medikamenten- und Sachspenden unterstützen.

Über Frau Dr. Höfler lernen wir auch Odeline Jouthe Gustave kennen. Sie betreibt eine Initiative, in der sie Jugendlichen aus den Slums relativ unbürokratisch Ausbildungsmöglichkeiten anbietet. Es gibt Jugendliche, die einen geregelten Schulbesuch nicht bewältigen, die aber bei Berufsausbildungen für manuelle Berufe plötzlich einen erstaunlichen Willen aufbringen. Odelines Initiative fängt solche Jugendlichen auf und hilft ihnen, eine Tätigkeit soweit zu erlernen, dass sie später einen Platz im Leben finden können, um sich und eine Familie ernähren zu können. Odeline versucht, sie zu begleiten, bis sie wirklich Fuß gefasst haben im Leben.

Eines der Mädchen aus dem Heim der Haiti Kinder Hilfe wird evtl. hier eine Ausbildung bekommen können, denn es hat die schulischen Voraussetzungen nicht, die nötig wären, um bei offizielleren Ausbildungsstätten unterzukommen.

 

 

 

 

 

Um einen großen Hof sind die verschiedenen Unterrichtsräume und Werkstätten angeordnet. Es ist laut! Die Metallarbeiter klopfen, die Schreiner sägen, die Nähmaschinen rattern… Stolz wird uns ein gerade fertig genähtes Kleid vorgeführt.

Mitten zwischen den Werkstätten: eine Kinderkrippe. Sie gehört auch zum Projekt, denn viele dieser Mädchen haben schon ein Baby.

Nachdem Frau Dr. Höfler ihr „Praxisauto“ am Rand des Hofs geparkt hat, bildet sich rasch eine Schlange und die Sprechstunde fängt an.

Die „Haiti Kinder Hilfe“ wird über Frau Dr. Höfler absprechen, wie eine effektive Hilfe für die Initiative von Odeline aussehen kann.

LYPEDHA – Les yeux des petits enfants d’Haiti

(Les yeux des petits enfants d’Haiti = Die Augen der kleinen Kinder Haitis)

Projekt in Zusammenarbeit

Die Taubertäler Hilfsgemeinschaft wollte ursprünglich Marie-Josée Laguerre unterstützen.
Sie fand dann eine andere Möglichkeit, den Haitianern zu helfen. In einem extrem armen
Stadtviertel von Port-au-Prince haben einige Haitianer den Verein LYPEDHA gegründet, um vor
allem die beim Erdbeben eingestürzte Schule dieses Stadtviertels wieder aufzubauen.
Dank der Unterstützung der Taubertäler Hilfsgemeinschaft steht bereits der Rohbau  der neuen Schule stolz da.
Wir haben uns das Projekt angesehen und mit den Verantwortlichen sowohl von LYPEDHA als auch der Taubertäler Hilfsgemeinschaft gesprochen. Die „Haiti Kinder Hilfe“ wird hier versuchen, Schritt für Schritt mitzuhelfen, den laufenden Schulbetrieb mitzufinanzieren, aber auch Schulmaterialien zu organisieren und nach Haiti zu bringen.

Cassandra raconte

10. 04.2011

Hello les amis,

Je m’appelle Cassandra E., je suis en sixième année fondamentale. Je suis orpheline de mère et sans nouvelle de mon père depuis de nombreuses années. J’ai un frère, il s’appelle Myclave. Nous étions trois dans la famille, le benjamin est décédé lors du séisme du 12 Janvier 2010, dans l’écroulement du foyer où il logeait avec Myclave, qui, lui, s’en est sorti sain et sauf.

Aujourd’hui, je vous écris pour  vous donner des nouvelles concernant le foyer des filles de Haiti Kinder Hilfe.

Nous avons subi à l’école l’examen du troisième contrôle. Pour certains d’entre nous, le résultat n’est pas encore prêt.

Parmi celles qui ont reçu leur bulletin scolaire, deux n’ont pas la moyenne. Elles vont devoir faire beaucoup d’efforts pour réussir l’année scolaire. Il faut dire que nos lacunes étaient importantes et que les moyens mis en oeuvre pour les combler (professeur particulier depuis janvier) ont porté leurs fruits mais…la base n’étant pas acquise…

Nous sommes heureux d’accueillir parmi nous Mammie Thomas et sa famille qui vivent dans l’appartement d’à  côté après la fermeture du camp où ils étaient depuis le séisme. Mammie Thomas nous aide et s’occupe surtout des petits qui ont besoin d’attention. Nous accueillerons dès fin avril aussi avec joie notre camarade Jocelaine qui va sûrement  jouer auprès de nous le rôle de grande sœur (elle est la soeur biologique de Guyve-Love, l’une d’entre nous).

C’était l’anniversaire de notre camarade Nadège le 5 Avril. Nous avons eu le plaisir de fêter avec elle ses onze ans et lui dire tout notre amour. C’était aussi l’anniversaire de Kerline. Elle est née le 12 Avril et moi le 13 Avril. Une petite fête a été organisée le même jour en notre honneur.

Nous avons reçu la visite de la présidente de l’association HKH et de son mari (Claire et Franck) et plus tard celle de Catherine et de sa fille Honorine. Ces visites  nous ont épatées : c’est bien pour nous de voir que nous sommes aimés et bien encadrés. Nous avons chanté, joué pour eux. Avant leur départ, nous leur avons écrit pour leur dire notre reconnaissance, notre joie de les avoir et de pouvoir compter sur eux.

Nous autres, les trois filles membres de la chorale CES de l’église Saint-Louis Roi de France, étions contentes de la prestation de notre chorale à l’église le Dimanche des Rameaux.

Notre camarade Carline qui est malade du cœur, n’allait pas bien. Elle était obligée de garder le lit pendant deux semaines et d’être suivie par un  médecin-cardiologue. Elle prend ses médicaments et se remet tout doucement.

Voici mes chers amis les faits qui  ont marqué notre foyer durant le mois d’Avril.

Si vous désirez communiquer avec moi, écrivez-moi sur ce site, ça me ferait plaisir !

A bientôt

Cassandra

Ein Brief von Cassandra

 

10. 04.2011

Hallo meine Freunde,

Ich heiße Cassandra E. Ich bin im sechsten Schuljahr. Meine Mutter ist verstorben und von meinem Vater habe ich seit vielen Jahren nichts mehr gehört. Ich habe einen Bruder, der Myklave heißt. Wir waren drei Kinder in der Familie. Am 12 Januar 2010 ist der Jüngste während des Erdbebens umgekommen beim Einsturz des Heimes, wo er mit Myklave wohnte. Myklave ist wohlbehalten.

Ich schreibe Ihnen heute, um Nachrichten vom Mädchenheim des Vereins Haiti Kinder Hilfe zu geben.

In der Schule hatten wir die Prüfung der dritten Kontrolle. Für einige von uns ist das Ergebnis noch nicht bekannt.

Zwei von denen, die ihr Zeugnis schon bekamen, haben nicht den Durchschnitt erreicht. Sie müssen sich sehr anstrengen, um das Schuljahr zu schaffen. Man muss sagen,  dass unsere Lücken sehr groß waren und dass die angewandten Mittel,  um unsere Lücken auszugleichen, (seit Januar haben wir einen Nachhilfelehrer),  Erfolg hatten…., aber das Grundwissen ist noch nicht gesichert.

Wir sind sehr froh, unter uns Mammie Thomas und ihre Familie zu haben, die im Haus neben uns wohnen seit der Schließung des Lagers, wo sie seit dem Erdbeben lebten. Mammie Thomas hilft uns und kümmert sich besonders um die Jüngsten, die ein bisschen mehr Achtsamkeit brauchen. Wir werden auch mit Freuden Ende April unsere Freundin Jocelaine empfangen. Sie wird sicher im Heim die Rolle der älteren Schwester spielen (sie ist Guyve-Loves‘ leibliche Schwester; Guyve-Love ist eine von uns).

Am fünften April war der Geburtstag von unserer Freundin Nadège. Wir haben gerne mit ihr ihren elften Geburtstag gefeiert und ihr unsere Liebe gesagt. Da war auch am 12. April Kerlines Geburtstag und meiner am 13 April. Ein kleines Fest wurde zu unseren Ehren am selben Tag organisiert.

Wir hatten Besuch von der Vorsitzenden der Haiti-Kinder-Hilfe Claire und ihrem Mann Frank. Und später den Besuch von Catherine und ihrer Tochter Honorine. Diese Besuche haben uns beeindruckt: es ist gut für uns, zu sehen, dass wir geliebt sind und betreut werden. Wir haben für sie gesungen und gespielt. Wir haben ihnen vor ihrer Abreise geschrieben, um ihnen unsere Dankbarkeit zu sagen, unsere Freude sie zu haben und auf sie zählen zu können.

Wir drei Mädchen, Mitglieder vom Kirchenchor CES in der Kirche Saint-Louis Roi de France waren froh über die Darbietung unseres Chorales in der Kirche am Palmsonntag.

Unserer Heimfreundin Carline, die herzkrank ist, geht es nicht gut.. Sie muss zwei Wochen im Bett bleiben und wird von einem Kardiologen behandelt. Sie nimmt ihre Medikamente und erholt sich langsam.

So, meine Freunde, das sind die bedeutenden Ereignisse in unserem Heim während des Monats April.

Wenn Sie mit mir kommunizieren möchten, schreiben Sie mir bitte auf diese Webseite! Das würde mir gefallen.

Bis bald

Cassandra

Lovencia raconte

10.04.2011

Bonjour,

Je suis une petite fille de dix ans, très taquine et turbulente. J’aime danser. J’ai quatre sœurs et un frère. L’ainée habite avec son compagnon.  La deuxième vit avec ma mère. Ma sœur Lovely est dans un foyer d’accueil  à Cap-Haitien et mon frère James dans un foyer d’accueil  à Port-au-Prince. La plus jeune vit avec ses parents adoptifs en Belgique. Elle s’appelle Alexine. Je reçois souvent des photos d’elle et de sa famille adoptive.

Je vis au foyer des filles de Haiti Kinder Hilfe et désire partager avec vous les récentes  nouvelles de notre foyer.

Notre camarade Barbara est arrivée au foyer. Elle est la sœur  de Murielle et de Janveline qui sont là depuis le début. Elle est aussi sœur de  Phidelyne qui est la plus jeune au foyer.  Nous sommes contents de son intégration. Elle a la responsabilité de contrôler la lingerie des plus jeunes.

Neuf parmi nous avons visité avec notre école le musée  national le 17 Mai 2011, la veille de la commémoration de la création de notre drapeau. J’étais très impressionnée de voir des objets qu’utilisaient nos ancêtres.

Le 21 Mai, huit filles et Idalex, le petit garçon, ont participé à une journée de mer organisée par la chorale CES de l’église Saint-Louis Roi de France. Ils se sont bien amusés.

Merci, les amis, de vous intéresser  à nous et à bientôt !

Lovencia

Lovencia erzählt

 

10.04.2011

Guten Tag,
Ich bin ein zehnjähriges aufgewecktes und freches Mädchen. Ich mag tanzen. Ich habe vier Schwestern und einen Bruder. Meine älteste Schwester wohnt mit ihrem Freund zusammen. Die Zweitälteste wohnt bei meiner Mutter. Meine Schwester Lovely ist in einem Kinderheim in Cap-Haitien und mein Bruder James ist auch in einem Kinderheim in Port-au-Prince. Die Jüngste wohnt mit ihren Adoptiveltern in Belgien. Sie heißt Alexine. Ich bekomme oft Fotos von ihr und von ihrer Adoptivfamilie.
Ich wohne im Mädchenheim von der Haiti Kinder Hilfe und möchte euch Neuigkeiten aus unserem Heim mitteilen:

Barbara ist im Heim angekommen, sie ist Murielles und Janvelines Schwester. Die beiden sind schon seit Anfang an hier gewesen. Sie ist auch Phidelynes Schwester, die die Jüngste im ganzen Heim ist. Wir sind froh, dass Barbara da ist! Sie ist für die Wäsche der Jüngsten verantwortlich.
Am 17. Mai 2011 haben neun von uns mit unserer Schule das Nationalmuseum besucht. Das war der Tag vor dem Gedenken an die Entstehung unserer Flagge. Ich war sehr beeindruckt, Gegenstände zu sehen, die unsere Vorfahren benutzt haben.
Am 21. Mai haben acht Mädchen und Idalex, der kleine Junge, einen Tag am Meer verbracht. Das wurde vom Choral CES der Kirche St. Louis Roi de France organisiert. Sie hatten sehr viel Spaß!
Danke, liebe Freunde, für euer Interesse und bis bald!

Eure Lovencia

Kurze Bilanz

Seit dem Erdbeben ist

  • ein neues Heim für Mädchen entstanden und eine Wohngemeinschaft für Jungen.
  • Verschiedene Jugendliche werden einzeln unterstützt, damit sie ihre Schullaufbahn oder Ausbildung fortführen können.
  • Mit einer Schule für Kinder aus den Slums ist eine fruchtbare Zusammenarbeit entstanden und viele neue Schulpatenschaften konnten vermittelt werden.
  • Mit anderen Organisationen versucht der Verein der Haiti Kinder Hilfe e.V. Kontakte zu knüpfen, um die Hilfe auf eine breitere Basis zu stellen. So ist z.B. mit einem größeren Waisenhaus, das jetzt fast doppelt so viele Kinder hat wie vor dem Erdbeben eine Zusammenarbeit geplant.
  • 

Bitte unterstützen Sie unsere Arbeit weiterhin.

Brief von Rosena

 

20. März 2011

Guten Tag! Ihre Freunde, die im Kinderheim von Haiti Kinder Hilfe leben, begrüßen Sie. Wir sind jetzt hier, um Sie zu informieren!

Zu Beginn eine Nachricht, die Sie nicht freuen wird: unser Kamerad Idalex, der einzige kleine Junge des Heimes, ist gefallen als er im Haus lief und hat drei Zähne verloren. Zum Glück handelt es sich nicht um die endgültigen Zähne. Er war beim Zahnarzt und es geht ihm gut.

Anlässlich von Karneval bekamen wir drei Tage frei. Außer den drei Mädchen, die Proben mit ihrem Chor in der Kirche hatten, waren wir den ganzen Tag zuhause. Die Kleineren haben die Zeit genutzt, Papierblumen-Sträuße anzufertigen, und haben auch Domino gespielt. Die Großen mussten den Haushalt am Morgen und am Nachmittag machen und nach den Mahlzeiten das Haus sauber wie einen neuen Pfennig übergeben. Oft haben wir keine Lust das zu machen. Aber wir müssen das tun, das gehört zu unserer „ Haushaltsfamilienaufgabe“.

Wir haben natürlich am Fernsehen die Karnevalsparade angeschaut.

Ich selbst bin verantwortlich für den Garten unter der Galerie. Ich pflege die Pflanzen gut, weil ich Landwirtschaft mag, und mein sehnlichster Wunsch ist Agrarwissenschaftlerin zu werden.

Am 12. März war mein Geburtstag. Ein kleines Fest wird aus diesem Anlass organisiert, ich habe als Geschenk einen Taschen-Rechner erhalten.

Wir haben uns an diesem Tag gut amüsiert, ich war sehr glücklich.

Ach! Ich stellte mich noch nicht vor. Ich heiße Rosena M., fünftes Kind einer Familie mit neun Kindern. Ich habe vier Brüder und vier Schwestern. Meine vier Schwestern sind auch im Heim. Ich bin zwanzig Jahre alt und gehe in die siebte Klasse der Grundschule.

Ich stamme aus Marouge, einem kleinen Hügel, drei Stunden Fußmarsch von Pierre-Payen entfernt, eine Ortschaft der Stadt Saint-Marc. Mein Vater und meine Mutter leben auf diesem Hügel.

Ich mag Sport, ich gehe gerne in die Kirche.

Es würde mir großen Spaß machen, Korrespondenten(in) durch diese Website zu haben.

Auf Wiedersehen und bis bald, meine Freunde !

Eure Rosena

Rosena raconte

Bonjour! Vos amis vivant au foyer de Haiti Kinder Hilfe vous saluent. Nous voici pour vous informer!

Une nouvelle pour commencer, qui ne vous amusera pas: notre camarade Idalex, le seul petit garçon du foyer, est tombé pendant qu’il courait dans la maison et il a perdu trois dents. Heureusement qu’il ne s’agissait pas des dents définitives. Il a été chez le médecin-dentiste et va bien.

A l’occasion du carnaval nous avons eu trois jours de congé. A part les trois filles qui avaient des séances de répétition avec leur chorale à l’église, nous étions à la maison toute la journée. Les plus jeunes en ont profité pour apprendre à faire des bouquets de fleur en papier et ont aussi joué au domino. Les grandes devaient faire le ménage le matin et l’après-midi après repas histoire de rendre la maison propre comme un sou neuf. Souvent nous n’avons pas envie de le faire. Mais nous sommes bien obligées, cela fait partie de notre tâche ménagère «familiale». Nous avons bien sûr regardé à la télévision le défilé carnavalesque. Je suis moi-même responsable du jardin sous la galerie. Je prends bien soin des plantes parce que j’aime l’agriculture et mon vœu le plus cher est de devenir agronome.

Le 12 Mars a été mon anniversaire de naissance. Une petite fête a été organisée en cette occasion, j’ai reçu en cadeau une calculette. Nous nous sommes bien amusés ce jour-là, j’étais très heureuse. Ah! Je ne me présente pas encore. Je m’appelle Rosena M., cinquième d’une famille de neuf enfants. J’ai quatre frères et quatre sœurs. Mes quatre sœurs sont aussi au foyer. J’ai vingt ans, je suis en septième année fondamentale. Je viens de Marouge, une petite colline située à trois heures de marche de Pierre-Payen qui est une localité de la ville de Saint-Marc. Mon père et ma mère vivent dans cette colline. J’aime le sport, j’aime aller à l’église. Ça me ferait grand plaisir d’avoir des correspondant (e)s à travers ce site.

Au revoir les amis et à bientôt !

Rosena