Kategorie: Aktuelles
Artikel über die Haiti-Kinderhilfe im Tölzer Kurier vom 14.03.2019
Spenden für Haiti in guten Händen Bei zahlreichen Veranstaltungen im Loisachtal wird immer wieder Geld für Menschen in Haiti gesammelt. Die Projekte dort sind auf die Unterstützung angewiesen und entwickeln sich gut. VON CHRISTIANE MÜHLBAUER Kochel am See/Benediktbeuern/Bichl – Die Pfarreiengemeinschaft Kochel, Benediktbeuern und Bichl veranstaltet jedes Jahr ein Fastenessen, dessen Erlös an die Don Bosco Schwestern gespendet wird. Deren Haiti-Hilfe wird in Bonn koordiniert. Im vergangenen Jahr kamen 1100 Euro zusammen, berichtet Diakon Hubertus Klingebiel. Heuer findet das Fastenessen am Sonntag, 31. März, im Pfarrhof statt. Die Don Bosco Schwestern sind dankbar für die Unterstützung. Haiti zählt zu den ärmsten Ländern der Welt, in der Regel wird aber nur bei Naturkatastrophen in den internationalen Medien über die Karibikinsel berichtet. Die Ordensfrauen unterhalten 15 Einrichtungen in Haiti, sechs in der Hauptstadt Port-au-Prince. Es handelt sich um Schulen, Ausbildungsstätten und ein Waisenhaus, berichtet Schwester Birgit Baier, die auch Kontakt zu Diakon Klingebiel hält. Mit den Spenden werden unter anderem Schulmaterialen und Essen für die Kinder bezahlt. „Die Schüler stammen aus armen Familien und sind auf ein Essen in der Einrichtung angewiesen“, berichtet die Ordensfrau. Meist gebe es ein Reisgericht und Bohnen, „das ist nahrhaft“. Auch Lehrergehälter werden durch die Spenden finanziert. Das jüngste Projekt ist ein Waisenhaus für Mädchen. Es wurde nach dem schlimmen Erdbeben 2010 errichtet. Unter den Folgen leide das Land noch immer, sagt Sr. Birgit. Auch Einrichtungen der Ordensfrauen wurden damals zerstört. Derzeit sind in dem Waisenhaus 150 Kinder in zehn Gruppen mit jeweils einer Erzieherin untergebracht. Zudem gibt es eine Grundschule. Weil die Schwestern den Jugendlichen auch Perspektiven für einen Beruf geben wollen, wurde neben anderen Ausbildungsstätten auch eine „Hotelfachschule“ gegründet. „Es kommen mittlerweile Touristen nach Haiti. Dadurch entstehen Arbeitsplätze“, sagt Sr. Birgit. Die Jugendlichen lernen in einer neun Monate dauernden Ausbildung, wie in einem Hotel gearbeitet wird, bekommen Grundlagen für Küche, Service und auch Buchhaltung vermittelt. Vor allem auf dem Land müsse man tätig werden, sagt die Ordensfrau. Es gebe Ideen, wie man beispielsweise mit Teeanbau und -verkauf Einnahmen generieren könnte. „Die Familien sollen vor Ort bleiben können. Sonst wandern viele in die Hauptstadt und versuchen, sich dort als Tagelöhner durchzuschlagen.“ 120 Ordensfrauen sind auf Haiti für die Don-Bosco-Gemeinschaft im Einsatz. Auffallend ist die hohe Zahl an Novizinnen, rund 20 Frauen interessieren sich für ein dauerhaftes Leben im Orden. „Es ist schön, dass so viele Frauen unser Leben teilen wollen und den Geist Don Boscos weitertragen“, sagt Sr. Birgit Hilfe aus dem Loisachtal kommt auch von anderer Stelle, nämlich durch die Haiti-Kinderhilfe. Hier ist die Benediktbeurerin Anne Maier seit mehr als 25 Jahren engagiert. Sie betreut ehrenamtlich deren Internetseite und organisiert seit Jahren einmal in der Woche Tanzabende im Zentrum für Umwelt und Kultur. Der Erlös geht komplett an die Kinderhilfe. Auch der Frauenbund Benediktbeuern und die Katholische Landvolkbewegung, die einmal im Monat einen Gottesdienst in der Basilika feiert, unterstützen die Haiti-Kinderhilfe. Diese und die Don Bosco Schwester sind in dem Karibikstaat gut verbunden. „Viele unserer Heimkinder erhalten bei den Salesianern eine Berufsausbildung“, sagt Anne Maier….
Rundbrief November 2018
Liebe Freundinnen und Freunde der Haiti Kinder Hilfe, Dieses Mal möchten wir ihnen im Rundbrief Fotos von Haiti und ausnahmsweise keine Bilder von unseren Kindern und Jugendlichen zu zeigen. Text und Fotos haben also keinen anderen Zusammenhang als dass es um das Land Haiti geht! Immer mehr von unseren jungen Leuten werden flügge. Sie fangen ihr unabhängiges Leben an. Die Entscheidungen, die wir getroffen haben, um ihnen gute Ausbildungsmöglichkeiten zu geben, haben sich bewährt. Wir haben ihnen ermöglicht, Schulen, Ausbildungsstätten, Hochschulen, Technische Universitäten, Universitäten zu besuchen, die teuer waren. Aber mit Abschlüssen, die in Haiti „etwas wert sind“, haben sie wirklich Chancen und finden Arbeit. Zum Beispiel haben bisher alle Maschinenbautechniker erst ein Praktikum, dann eine feste Stelle gefunden. Sie sind froh und stolz und haben uns schöne Dankesbriefe geschrieben. Einer ist mit seinem Jurastudium nun ganz fertig und aus der WG ausgezogen. Er hat das kleine Startkapital, das alle bekommen, gekriegt und dazu noch einen Laptop, unverzichtbares Werkzeug für ihn! Dem Ziel, mit dem er das Studium anfing, wird er sich nun widmen können.: „Leuten in Haiti zu Gerechtigkeit verhelfen“. Seine Patin bei der HKH in Deutschland wird ihn noch 6 Monate lang unterstützen, denn der Anfang ist schwierig! Bis er genug Geld verdient, wird es dauern. Mehrere Mädchen, die Kochen gelernt haben, machen Praktika in Restaurants. Und eine ganze Menge junger Leute geht noch ins Gymnasium oder besucht eine Ausbildung. Das Schuljahr hat für alle angefangen, ein neuer Nachhilfelehrer ist engagiert. 4 Jungs haben in den Sommerferien eine Kurzausbildung gemacht. Die Firma, die das anbot, stellt Smartphones und Tablets her und den Jungs wurde beigebracht, solche Elektronikgeräte zu reparieren. In Haiti ist der Bedarf danach sehr groß. Am Ende bekamen sie ein Set von kleinen Werkzeugen. Einer fängt jetzt an, damit sein Geld zu verdienen. Man braucht sich nur auf den Bürgersteig zu setzen mit einem Schild und die Kunden können kommen! Die drei anderen gehen weiter aufs Gymnasium. EINE NEUIGKEIT: Wir haben seit Anfang Mai einen neuen Volontär aus Frankreich. Er ist 62 Jahre alt, war Erzieher und hat sehr viel Erfahrung. Noch topfit wollte er seinen Ruhestand mit einem sinnvollen Einsatz irgendwo auf der Welt beginnen, „solange es noch gut geht“! Die DCC (Délégation Catholique pour la Coopération) hat ihm Haiti vorgeschlagen und im März haben wir ihn kennen gelernt. Durch sein Alter und seine weißen Haare genießt er in Haiti automatisch mehr Respekt als ein junger Erzieher. Das ist bei unseren jungen Leuten sehr günstig! Er hat schon viel in die Hand genommen und begleitet unsere Jugendlichen hervorragend. Er hat schon seinen Vertrag, der ursprünglich bis Mai 2020 geht, um 4 Monate verlängert, weil es „unverantwortlich wäre nicht den Schuljahresanfang 2020-2021 zu begleiten“. Wir sind sehr dankbar. DAS ARMENVIERTEL CARREFOUR AZTÉQUE: die HKH hat wieder einige Regendichte Häuschen finanziert und in der Schule dieses Viertels haben wir den ganzen Sommer lang die Lehrer (die von der HKH bezahlt werden) fortgebildet. Die Singapur-Methode, eine neue sehr gute Mathematikmethode, wird seit Schuljahresanfang angewendet und die…
Datenschutzgrundverordnung DSGVO – Einwilligung zur Datenverarbeitung
Aichach, November 2018 Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Haiti Kinder Hilfe e.V.! Der Verein Haiti Kinder Hilfe e.V. benötigt für seine Verwaltung, insbesondere zur Einziehung der Mitgliedsbeiträge oder Veröffentlichungen im Zusammenhang mit dem Verein Ihre Einwilligung zur Nutzung einiger persönlicher Daten. Dies gilt auch für die Verwendung Ihrer Daten zum Zusenden von Briefen und/oder Emails. Es betrifft insbesondere Adressen, Email-Adressen, Telefonnummern, Kontonummern und Bilder. Wir versichern Ihnen, dass Ihre Daten ausschließlich für Zwecke der Haiti Kinder Hilfe e.V. verwendet werden und nicht an Dritte weitergegeben werden. Wir gehen davon aus, dass Sie der Datennutzung zu den obengenannten Zwecken durch die Haiti Kinder Hilfe e.V. zustimmen. Wenn wir diesbezüglich keine anderslautende Mitteilung von Ihnen erhalten, erlauben wir uns, dies als Einwilligung zur Verwendung Ihrer Daten zu betrachten. Bitte beachten Sie folgende Ausführungen. Ihre Rechte: Auskunft, Berichtigung, Löschung und Sperrung, Widerspruchsrecht Sie sind gemäß § 15 DSGVO jederzeit berechtigt, gegenüber der Haiti Kinder Hilfe e.V. um umfangreiche Auskunftserteilung zu den zu Ihrer Person gespeicherten Daten zu ersuchen. Gemäß § 17 DSGVO können Sie jederzeit gegenüber der Haiti Kinder Hilfe e.V. die Berichtigung, Löschung und Sperrung einzelner personenbezogener Daten verlangen. Sie können darüber hinaus jederzeit ohne Angabe von Gründen von Ihrem Widerspruchsrecht Gebrauch machen und Ihre Einwilligung mit Wirkung für die Zukunft abändern oder gänzlich widerrufen. Sie können den Widerruf entweder postalisch oder per Email an die unten angegebenen Adressen übermitteln. Mit freundlichen Grüßen Der Vorstand der Haiti Kinder Hilfe e.V. Claire Höfer, Vorsitzende Monika Hofmann, stellv. Vorsitzende Alois Vogg, stellv. Vorsitzender Haiti Kinder Hilfe e.V. c/o Alois Vogg Sonnwendstr. 7 86551 Aichach vogg@haiti-kinder-hilfe.de Auf jeden Fall freuen wir uns, wenn Sie weiter mit der Haiti Kinder Hilfe in Verbindung bleiben zum Wohl Haitis und seiner Menschen und danken für Ihr Interesse.
Adelzhausener Grundschule spendet für Haiti
Ein Brief von Ernst Désir
Juli 2018 Brief von Ernst, einem Jungen, der bisher im Heim und zuletzt in der Jungen-WG der HKH gewohnt hat. Er stammt aus Cité Soleil, dem Schlimmsten Slum von Port-au-Prince und hat lange gebraucht, um das zu finden, was zu ihm passt. Wir haben ihn die ganze Zeit begleitet, beraten, unterstützt, bis er seine Begeisterung für das Bäckerhandwerk entdeckte. (Kursiv und in Klammern Erklärende Bemerkungen von Claire Höfer) Liebe Claire, lieber Vorstand, ich freue mich sehr, Ihnen zu schreiben. Ich hoffe, dass es Ihnen mit Gottes Hilfe gut geht. Das Jahr meiner Bäckerausbildung ist zu Ende. Um mein Diplom zu bekommen muss ich jetzt nur noch ein dreimonatiges Praktikum bei Caribean Market machen (einem großen Supermarkt mit Bäckerei und Imbissstube im reichen Viertel von Port-au-Prince) . Pater Zucchi (Leiter der Salesianer-Ausbildungen) hat uns gesagt, dass wenn wir uns gut verhalten und vor allem diszipliniert sind, es am Ende des 3-Monats-praktikums möglich sein kann, dass wir angestellt werden. Ich bin bereit, alles mir Mögliche zu tun, um angestellt zu werden. Ich bitte Sie, mir noch zu helfen, die Fahrtkosten zu bezahlen (die Fahrt ist lang und die Fahrtkosten hoch. HKH wird sie natürlich übernehmen sowie die Kosten für einen Mittagsimbiss). Ich will Ihnen ankündigen, dass ich vorhabe im Juli aus der WG offiziell auszuziehen. Ich sage Ihnen ein herzliches Dankeschön dafür, dass Sie mir geholfen haben und vor allem dass Sie mit mir geduldig gewesen sind bei all meinen Nachlässigkeiten (Er war in der Tat ein Problemjunge. Es hat gedauert, bis man gefunden hat, was für ihn gut wäre. Er hatte schon eine Mechaniker Lehre angefangen und kurzzeitig sogar auch eine Maurerausbildung). Gott behüte und segne Sie. Ernst Désir
Frühjahr 2018
Liebe Freunde der Haiti Kinder Hilfe, Nach unserem Aufenthalt in Haiti im Januar und Februar ist es wieder Zeit, Ihnen zu berichten.Nach wie vor ist Haiti ein äußerst schwieriges Land. Die politische Lage ist kompliziert, die Korruption erschreckend weit verbreitet, der Verkehr chaotisch, die Armut allgegenwärtig, die Kriminalität ständig drohend, der Müll überall sichtbar, der Prozentsatz der Analphabeten sehr hoch, die ökologische Situation katastrophal…. Angesichts dieser Situation könnte man entmutigt sein, aber wenn man gelungene Hilfe für einzelne Menschen ins Auge fasst, glückliche Kinder sieht, gut ausgebildete Jugendliche, junge verantwortungsvolle Erwachsene, die Arbeit haben und ihren Lebensunterhalt verdienen, dann besteht immer Grund zur Freude und zur Hoffnung, denn es sind diese Menschen, die ihr Land vielleicht eines Tages verändern werden. Das ist es, was uns in der Haiti Kinder Hilfe motiviert und vorantreibt. Und so wollen wir Ihnen hier über einige der Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen berichten, die unterstützt werden, und über alte und neue Projekte. Im Laufe des Jahres 2017 sind einige unserer jungen Leute flügge geworden und haben ihr selbständiges Leben begonnen. So wie wir es uns vorgenommen hatten, bemühen wir uns, die uns anvertrauten Kinder zu begleiten, bis sie im Leben Fuß gefasst haben. Jeder, der vorhat, sich mit einem kleinen eigenen Geschäft selbständig zu machen, und es mit unserem Team gut genug vorbereitet, kalkuliert und geplant hat, bekommt von der HKH ein kleines Startkapital. Es gibt Erfolgsgeschichten aber auch weniger gelungene Anfänge. Stéphane hatte sich im Norden Haitis einen Stand aufgebaut, an dem er frisch gepresste Säfte und Sandwiches verkaufte. Die Regenfluten des Sturms Irma und die dadurch entstandenen Überschwemmungen haben das Häuschen, in dem er lebte, weggeschwemmt und auch sein ganzes Material. Wir haben ihm einen kleinen Job verschafft, so dass er wenigstens überleben kann. Éphésien, studierte Physik und Chemie und hat nach dem Examen im August geheiratet und ist zurück nach Cité-Soleil gezogen. Es ist „sein Slum“. Die Situation dort hat sich gebessert und er fühlt sich da zu Hause. Éphésien hat noch keine Lehrerstelle, arbeitet aber vormittags als Aufsicht in einer Schule und nachmittags als Nachhilfelehrer in den Heimen. Élimise, hat nach ihrer erfolgreichen Ausbildung als Schneiderin trotz langer Suche keine Arbeit gefunden. Sie hat angefangen mit Samen zu handeln. Sie kauft sie in Port-au-Prince, fährt mit dem Bus aufs Land und verkauft sie dort an Bauern. Es läuft gut und sie kann davon leben und auch ihren kleinen Jungen, Wodjerry ernähren. Dieser hat bei der HKH eine Schulpatenschaft, so dass sie die Schule nicht bezahlen muss. Wadner hat ein Darlehen bekommen, um ein Taptap – ein Sammeltaxi – zu kaufen. Er hat mit Yohann, dem französischen Volontär, der ein Jahr für die HKH da war, sein Projekt gut ausgearbeitet. Ein guter Vertrag wurde von unserem Rechtsanwalt aufgestellt und Wadner erklärt, so dass er genau wusste, worauf er sich einlässt. Sehr feierlich wurde dann dieser Vertrag bei dem Anwalt vor Zeugen unterzeichnet. Stolz fährt Wadner täglich immer dieselbe Strecke, so wie in Haiti üblich….
Weihnachtsgruß 2017
Abschieds- und Dankesbrief eines jungen Mannes, der in den Heimen der HKH aufwuchs. Er wurde als Vollwaise im Säuglingsalter aufgenommen, absolvierte die Schule und eine Ausbildung und fängt jetzt sein unabhängiges Leben an.
An die Mitglieder des Vereins Haiti Kinder Hilfe, an das Team der Verantwortlichen in Haiti, an alle Jugendlichen, meine Kameraden der Heime und WGs., ich weiß nicht, wie ich das ausdrücken soll, was ich im Augenblick empfinde. Wie im Buch Kohelet der Bibel kann ich sagen, „ Alles hat seine Stunde. Für jedes Geschehen unter dem Himmel gibt es eine bestimmte Zeit“. Nach der Zeit des Zusammenlebens kommt für mich jetzt die Zeit des Aufbruchs. Ich schreibe, um Ihnen Dank zu sagen für alles, was Sie für mich getan haben, denn ohne Sie hätte ich es nie geschafft, mein Ziel zu erreichen. Es ist nicht leicht im Leben, Menschen zu finden, die so ehrlich sind wie Sie. Ich kann Ihnen versichern, dass Ihre Arbeit nicht vergeblich sein wird. Ihnen, Frau Claire Höfer, Vorsitzende des Vereins und allen anderen Mitgliedern kann ich nichts zurückgeben, ich kann nur einfach danken für die erhaltene Hilfe. Danke, dass Sie aus mir einen guten Menschen gemacht haben. Und es ist mir wichtig, auch Ihnen allen, den Mitgliedern des Teams in Haiti zu danken für alles, was Sie für mich getan haben und ich verspreche Ihnen, dass ich hart arbeiten werde und dass ich Ihre Ratschläge befolgen werde, um ein gutes erfolgreiches Leben zu führen. Euch Jugendlichen will ich diesen Rat geben: heute ist nicht morgen und morgen wird nicht wie heute sein. Lasst also Eure Chance nicht verstreichen. Vergesst nicht, dass euer Leben nicht von den anderen abhängt, sondern von Gott und dann von euch selbst. Wie Herr Toussaint immer sagt: „Nutzt eure Chance“. Ich liebe euch sehr und war sehr glücklich darüber, euch als Familie zu haben. Ihr werdet es immer sein, das müsst ihr wissen. Das Leben ist schön: all die tollen Momente, die Freuden, die Probleme, die traurigen Augenblicke… all das gilt immer nur für eine begrenzte Zeit. Ich rate euch, liebe Gefährten, stark zu sein und euer Leben in die Hand zu nehmen, denn diejenigen, die euch helfen, werden nicht ewig leben und euch nicht während eures ganzen Lebens helfen können. Ich ziehe jetzt aus, aber jedes Mal, wenn ihr diesen Brief seht, werdet ihr euch an mich erinnern – an die guten und auch an die schwierigen Momente. Ich nutze die Gelegenheit, um mich für all das zu entschuldigen, was ich in all der Zeit Schlechtes getan habe. Ich kann heute nicht genau beschreiben, wer ich bin, aber ihr könnt es, denn jeder von euch war mir ein Bruder, eine Schwester, eine Mutter, ein Vater. Ihr müsst wissen, dass ich euch nie vergessen werde; ihr seid da, in meinem Herzen. Ich liebe Euch alle. Ich finde die Worte nicht, um euch allen zu sagen, wie glücklich und frei ich bin. Ich hoffe, dass wir uns wiedersehen werden, ob auf Erden oder im Himmel. Und nochmals: ich bin unendlich dankbar für euer aller Hilfe! Ich liebe euch und umarme euch und möchte mit diesem Gedanken schließen: „Nichts in diesem Leben ist etwas wert, solang man nicht weiß, wozu man auf dieser…
Viele Menschen helfen, damit Sr. Godelieve wieder besser hören kann
(August 2017) Viele Jahre war Sr. Godelieve, eine belgische Klosterfrau, in Cap Haitien, Haiti, in den Heimen der Haiti Kinder Hilfe tätig, besonders für die Kleinen und teilweise Babys. Nun, mit über 80 Jahren engagiert sich Sr. Godelieve immer noch in Cap an einem katholischen Waisenhaus für die jüngsten der Waisenkinder. Bei ihrem diesjährigen Besuch in Belgien bekam Sr. Godelieve ein neues Hörgerät , da sie in letzter Zeit immer schlechter hörte. Da sie sich ein neues Hörgerät aber nicht leisten konnte, nahm Frank Höfer Kontakt zur Hörgerätefirma KIND auf, die Bedürftigen kostenlos ein Hörgerät ihrer Firma zur Verfügung stellt. Und sie waren, nachdem sie sich über die HKH erkundigt haben, großzügig bereit zu helfen! Eine tolle Sache! Sie schrieben uns: „Sämtliche, für die Hörgeräteversorgung notwendigen Messungen können in einem unserer Fachgeschäfte durchgeführt werden. Die Hörgeräteanpassung wird ca. 1 Woche in Anspruch nehmen. Schwester Godelieve wird von uns mit aktueller Hörgerätetechnolgie versorgt. Sämtliche Arbeiten werden ohne Berechnung erbracht. „ Schwester Godelieve kam also für eine Woche nach Deutschland, um Geräte anzuprobieren und angepasst zu bekommen. Wir haben Köln gewählt, weil es von Belgien aus, wo sie für 1 ½ Monate sein wird, gut zu erreichen ist und weil wir viele Leute in Köln kennen. Es waren viele Menschen waren daran beteiligt, dass Ihr Aufenthalt nicht nur angenehm sondern richtig erfolgreich wurde. Die Firma KIND hat sich durch Herrn Oertel sehr schnell und großzügig bereit erklärt, Schwester Godelieve Hörgeräte zu verschaffen. Schwester Marie-Gabrielle versuchte eine Unterkunft zu finden und suchte nach Menschen, die dolmetschen könnten. Sie vermittelte mir den Kontakt zu Mechtild und Dietmar. Mechtild nahm die Organisation in die Hand und organisierte telefonisch die Termine in einer für sie gut erreichbaren KIND-Filiale. Anne stellte ihre Wohnung zur Verfügung Gitte holte die Schwester am Bahnhof ab, begleitete sie bis zur Wohnung und erklärte ihr das Nötigste. Dann holte Mechtild sie ab und fuhr mit ihr zur Kind-Filiale. In der Kind-Filiale nahm sich Frau Schleier viel Zeit und sie und ihre Mitarbeiter waren sehr freundlich, professionell und sehr bemüht, alles so gut wie möglich zu machen und in der kurzen Zeit zu schaffen. Frau Doktor Eysel-Gosepath war bereit, Schwester Godelieve sofort zu untersuchen und wollte nichts in Rechnung stellen. Mechtild und Dietmar haben sich in der ganzen Woche rührend um Schwester Godelieve gekümmert und nicht nur immer gedolmetscht, sondern sie gefahren, sie verwöhnt und mit ihr einiges unternommen. Die Brüder der Jerusalemgemeinschaft von St Martin luden sie zum Essen ein. Schwester Marie-Gabrielle ging mit ihr zum Dom und zum Albertgrab in St Andreas. Mechtild brachte am letzten Tag nach dem letzten Termin in der Kind-Filiale Schwester Godelieve zum Bahnhof und Schwester Marie-Gabrielle begleitete sie bis zum Zug. Ein Einsatz, der sich sehr gelohnt hat, den Sr. Godelieve schrieb mir eine Mail aus Belgien voller Dankbarkeit: « C’est une vraie bénédiction car vraiment cela change ma vie » : « es ist ein wahrer Segen, denn es verändert wirklich mein Leben. » Ich füge hinzu, dass es für die haitianischen Kinder, die Soeur Godelieve nach wie vor…
Artikel über die Haiti-Kinderhilfe im Tölzer Kurier vom 14.03.2019
Spenden für Haiti in guten Händen Bei zahlreichen Veranstaltungen im Loisachtal wird immer wieder Geld für Menschen in Haiti gesammelt. Die Projekte dort sind auf die Unterstützung angewiesen und entwickeln sich gut. VON CHRISTIANE MÜHLBAUER Kochel am See/Benediktbeuern/Bichl – Die Pfarreiengemeinschaft Kochel, Benediktbeuern und Bichl veranstaltet jedes Jahr ein Fastenessen, dessen Erlös an die Don Bosco Schwestern gespendet wird. Deren Haiti-Hilfe wird in Bonn koordiniert. Im vergangenen Jahr kamen 1100 Euro zusammen, berichtet Diakon Hubertus Klingebiel. Heuer findet das Fastenessen am Sonntag, 31. März, im Pfarrhof statt. Die Don Bosco Schwestern sind dankbar für die Unterstützung. Haiti zählt zu den ärmsten Ländern der Welt, in der Regel wird aber nur bei Naturkatastrophen in den internationalen Medien über die Karibikinsel berichtet. Die Ordensfrauen unterhalten 15 Einrichtungen in Haiti, sechs in der Hauptstadt Port-au-Prince. Es handelt sich um Schulen, Ausbildungsstätten und ein Waisenhaus, berichtet Schwester Birgit Baier, die auch Kontakt zu Diakon Klingebiel hält. Mit den Spenden werden unter anderem Schulmaterialen und Essen für die Kinder bezahlt. „Die Schüler stammen aus armen Familien und sind auf ein Essen in der Einrichtung angewiesen“, berichtet die Ordensfrau. Meist gebe es ein Reisgericht und Bohnen, „das ist nahrhaft“. Auch Lehrergehälter werden durch die Spenden finanziert. Das jüngste Projekt ist ein Waisenhaus für Mädchen. Es wurde nach dem schlimmen Erdbeben 2010 errichtet. Unter den Folgen leide das Land noch immer, sagt Sr. Birgit. Auch Einrichtungen der Ordensfrauen wurden damals zerstört. Derzeit sind in dem Waisenhaus 150 Kinder in zehn Gruppen mit jeweils einer Erzieherin untergebracht. Zudem gibt es eine Grundschule. Weil die Schwestern den Jugendlichen auch Perspektiven für einen Beruf geben wollen, wurde neben anderen Ausbildungsstätten auch eine „Hotelfachschule“ gegründet. „Es kommen mittlerweile Touristen nach Haiti. Dadurch entstehen Arbeitsplätze“, sagt Sr. Birgit. Die Jugendlichen lernen in einer neun Monate dauernden Ausbildung, wie in einem Hotel gearbeitet wird, bekommen Grundlagen für Küche, Service und auch Buchhaltung vermittelt. Vor allem auf dem Land müsse man tätig werden, sagt die Ordensfrau. Es gebe Ideen, wie man beispielsweise mit Teeanbau und -verkauf Einnahmen generieren könnte. „Die Familien sollen vor Ort bleiben können. Sonst wandern viele in die Hauptstadt und versuchen, sich dort als Tagelöhner durchzuschlagen.“ 120 Ordensfrauen sind auf Haiti für die Don-Bosco-Gemeinschaft im Einsatz. Auffallend ist die hohe Zahl an Novizinnen, rund 20 Frauen interessieren sich für ein dauerhaftes Leben im Orden. „Es ist schön, dass so viele Frauen unser Leben teilen wollen und den Geist Don Boscos weitertragen“, sagt Sr. Birgit Hilfe aus dem Loisachtal kommt auch von anderer Stelle, nämlich durch die Haiti-Kinderhilfe. Hier ist die Benediktbeurerin Anne Maier seit mehr als 25 Jahren engagiert. Sie betreut ehrenamtlich deren Internetseite und organisiert seit Jahren einmal in der Woche Tanzabende im Zentrum für Umwelt und Kultur. Der Erlös geht komplett an die Kinderhilfe. Auch der Frauenbund Benediktbeuern und die Katholische Landvolkbewegung, die einmal im Monat einen Gottesdienst in der Basilika feiert, unterstützen die Haiti-Kinderhilfe. Diese und die Don Bosco Schwester sind in dem Karibikstaat gut verbunden. „Viele unserer Heimkinder erhalten bei den Salesianern eine Berufsausbildung“, sagt Anne Maier….
Rundbrief November 2018
Liebe Freundinnen und Freunde der Haiti Kinder Hilfe, Dieses Mal möchten wir ihnen im Rundbrief Fotos von Haiti und ausnahmsweise keine Bilder von unseren Kindern und Jugendlichen zu zeigen. Text und Fotos haben also keinen anderen Zusammenhang als dass es um das Land Haiti geht! Immer mehr von unseren jungen Leuten werden flügge. Sie fangen ihr unabhängiges Leben an. Die Entscheidungen, die wir getroffen haben, um ihnen gute Ausbildungsmöglichkeiten zu geben, haben sich bewährt. Wir haben ihnen ermöglicht, Schulen, Ausbildungsstätten, Hochschulen, Technische Universitäten, Universitäten zu besuchen, die teuer waren. Aber mit Abschlüssen, die in Haiti „etwas wert sind“, haben sie wirklich Chancen und finden Arbeit. Zum Beispiel haben bisher alle Maschinenbautechniker erst ein Praktikum, dann eine feste Stelle gefunden. Sie sind froh und stolz und haben uns schöne Dankesbriefe geschrieben. Einer ist mit seinem Jurastudium nun ganz fertig und aus der WG ausgezogen. Er hat das kleine Startkapital, das alle bekommen, gekriegt und dazu noch einen Laptop, unverzichtbares Werkzeug für ihn! Dem Ziel, mit dem er das Studium anfing, wird er sich nun widmen können.: „Leuten in Haiti zu Gerechtigkeit verhelfen“. Seine Patin bei der HKH in Deutschland wird ihn noch 6 Monate lang unterstützen, denn der Anfang ist schwierig! Bis er genug Geld verdient, wird es dauern. Mehrere Mädchen, die Kochen gelernt haben, machen Praktika in Restaurants. Und eine ganze Menge junger Leute geht noch ins Gymnasium oder besucht eine Ausbildung. Das Schuljahr hat für alle angefangen, ein neuer Nachhilfelehrer ist engagiert. 4 Jungs haben in den Sommerferien eine Kurzausbildung gemacht. Die Firma, die das anbot, stellt Smartphones und Tablets her und den Jungs wurde beigebracht, solche Elektronikgeräte zu reparieren. In Haiti ist der Bedarf danach sehr groß. Am Ende bekamen sie ein Set von kleinen Werkzeugen. Einer fängt jetzt an, damit sein Geld zu verdienen. Man braucht sich nur auf den Bürgersteig zu setzen mit einem Schild und die Kunden können kommen! Die drei anderen gehen weiter aufs Gymnasium. EINE NEUIGKEIT: Wir haben seit Anfang Mai einen neuen Volontär aus Frankreich. Er ist 62 Jahre alt, war Erzieher und hat sehr viel Erfahrung. Noch topfit wollte er seinen Ruhestand mit einem sinnvollen Einsatz irgendwo auf der Welt beginnen, „solange es noch gut geht“! Die DCC (Délégation Catholique pour la Coopération) hat ihm Haiti vorgeschlagen und im März haben wir ihn kennen gelernt. Durch sein Alter und seine weißen Haare genießt er in Haiti automatisch mehr Respekt als ein junger Erzieher. Das ist bei unseren jungen Leuten sehr günstig! Er hat schon viel in die Hand genommen und begleitet unsere Jugendlichen hervorragend. Er hat schon seinen Vertrag, der ursprünglich bis Mai 2020 geht, um 4 Monate verlängert, weil es „unverantwortlich wäre nicht den Schuljahresanfang 2020-2021 zu begleiten“. Wir sind sehr dankbar. DAS ARMENVIERTEL CARREFOUR AZTÉQUE: die HKH hat wieder einige Regendichte Häuschen finanziert und in der Schule dieses Viertels haben wir den ganzen Sommer lang die Lehrer (die von der HKH bezahlt werden) fortgebildet. Die Singapur-Methode, eine neue sehr gute Mathematikmethode, wird seit Schuljahresanfang angewendet und die…
Datenschutzgrundverordnung DSGVO – Einwilligung zur Datenverarbeitung
Aichach, November 2018 Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Haiti Kinder Hilfe e.V.! Der Verein Haiti Kinder Hilfe e.V. benötigt für seine Verwaltung, insbesondere zur Einziehung der Mitgliedsbeiträge oder Veröffentlichungen im Zusammenhang mit dem Verein Ihre Einwilligung zur Nutzung einiger persönlicher Daten. Dies gilt auch für die Verwendung Ihrer Daten zum Zusenden von Briefen und/oder Emails. Es betrifft insbesondere Adressen, Email-Adressen, Telefonnummern, Kontonummern und Bilder. Wir versichern Ihnen, dass Ihre Daten ausschließlich für Zwecke der Haiti Kinder Hilfe e.V. verwendet werden und nicht an Dritte weitergegeben werden. Wir gehen davon aus, dass Sie der Datennutzung zu den obengenannten Zwecken durch die Haiti Kinder Hilfe e.V. zustimmen. Wenn wir diesbezüglich keine anderslautende Mitteilung von Ihnen erhalten, erlauben wir uns, dies als Einwilligung zur Verwendung Ihrer Daten zu betrachten. Bitte beachten Sie folgende Ausführungen. Ihre Rechte: Auskunft, Berichtigung, Löschung und Sperrung, Widerspruchsrecht Sie sind gemäß § 15 DSGVO jederzeit berechtigt, gegenüber der Haiti Kinder Hilfe e.V. um umfangreiche Auskunftserteilung zu den zu Ihrer Person gespeicherten Daten zu ersuchen. Gemäß § 17 DSGVO können Sie jederzeit gegenüber der Haiti Kinder Hilfe e.V. die Berichtigung, Löschung und Sperrung einzelner personenbezogener Daten verlangen. Sie können darüber hinaus jederzeit ohne Angabe von Gründen von Ihrem Widerspruchsrecht Gebrauch machen und Ihre Einwilligung mit Wirkung für die Zukunft abändern oder gänzlich widerrufen. Sie können den Widerruf entweder postalisch oder per Email an die unten angegebenen Adressen übermitteln. Mit freundlichen Grüßen Der Vorstand der Haiti Kinder Hilfe e.V. Claire Höfer, Vorsitzende Monika Hofmann, stellv. Vorsitzende Alois Vogg, stellv. Vorsitzender Haiti Kinder Hilfe e.V. c/o Alois Vogg Sonnwendstr. 7 86551 Aichach vogg@haiti-kinder-hilfe.de Auf jeden Fall freuen wir uns, wenn Sie weiter mit der Haiti Kinder Hilfe in Verbindung bleiben zum Wohl Haitis und seiner Menschen und danken für Ihr Interesse.
Adelzhausener Grundschule spendet für Haiti
Ein Brief von Ernst Désir
Juli 2018 Brief von Ernst, einem Jungen, der bisher im Heim und zuletzt in der Jungen-WG der HKH gewohnt hat. Er stammt aus Cité Soleil, dem Schlimmsten Slum von Port-au-Prince und hat lange gebraucht, um das zu finden, was zu ihm passt. Wir haben ihn die ganze Zeit begleitet, beraten, unterstützt, bis er seine Begeisterung für das Bäckerhandwerk entdeckte. (Kursiv und in Klammern Erklärende Bemerkungen von Claire Höfer) Liebe Claire, lieber Vorstand, ich freue mich sehr, Ihnen zu schreiben. Ich hoffe, dass es Ihnen mit Gottes Hilfe gut geht. Das Jahr meiner Bäckerausbildung ist zu Ende. Um mein Diplom zu bekommen muss ich jetzt nur noch ein dreimonatiges Praktikum bei Caribean Market machen (einem großen Supermarkt mit Bäckerei und Imbissstube im reichen Viertel von Port-au-Prince) . Pater Zucchi (Leiter der Salesianer-Ausbildungen) hat uns gesagt, dass wenn wir uns gut verhalten und vor allem diszipliniert sind, es am Ende des 3-Monats-praktikums möglich sein kann, dass wir angestellt werden. Ich bin bereit, alles mir Mögliche zu tun, um angestellt zu werden. Ich bitte Sie, mir noch zu helfen, die Fahrtkosten zu bezahlen (die Fahrt ist lang und die Fahrtkosten hoch. HKH wird sie natürlich übernehmen sowie die Kosten für einen Mittagsimbiss). Ich will Ihnen ankündigen, dass ich vorhabe im Juli aus der WG offiziell auszuziehen. Ich sage Ihnen ein herzliches Dankeschön dafür, dass Sie mir geholfen haben und vor allem dass Sie mit mir geduldig gewesen sind bei all meinen Nachlässigkeiten (Er war in der Tat ein Problemjunge. Es hat gedauert, bis man gefunden hat, was für ihn gut wäre. Er hatte schon eine Mechaniker Lehre angefangen und kurzzeitig sogar auch eine Maurerausbildung). Gott behüte und segne Sie. Ernst Désir
Frühjahr 2018
Liebe Freunde der Haiti Kinder Hilfe, Nach unserem Aufenthalt in Haiti im Januar und Februar ist es wieder Zeit, Ihnen zu berichten.Nach wie vor ist Haiti ein äußerst schwieriges Land. Die politische Lage ist kompliziert, die Korruption erschreckend weit verbreitet, der Verkehr chaotisch, die Armut allgegenwärtig, die Kriminalität ständig drohend, der Müll überall sichtbar, der Prozentsatz der Analphabeten sehr hoch, die ökologische Situation katastrophal…. Angesichts dieser Situation könnte man entmutigt sein, aber wenn man gelungene Hilfe für einzelne Menschen ins Auge fasst, glückliche Kinder sieht, gut ausgebildete Jugendliche, junge verantwortungsvolle Erwachsene, die Arbeit haben und ihren Lebensunterhalt verdienen, dann besteht immer Grund zur Freude und zur Hoffnung, denn es sind diese Menschen, die ihr Land vielleicht eines Tages verändern werden. Das ist es, was uns in der Haiti Kinder Hilfe motiviert und vorantreibt. Und so wollen wir Ihnen hier über einige der Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen berichten, die unterstützt werden, und über alte und neue Projekte. Im Laufe des Jahres 2017 sind einige unserer jungen Leute flügge geworden und haben ihr selbständiges Leben begonnen. So wie wir es uns vorgenommen hatten, bemühen wir uns, die uns anvertrauten Kinder zu begleiten, bis sie im Leben Fuß gefasst haben. Jeder, der vorhat, sich mit einem kleinen eigenen Geschäft selbständig zu machen, und es mit unserem Team gut genug vorbereitet, kalkuliert und geplant hat, bekommt von der HKH ein kleines Startkapital. Es gibt Erfolgsgeschichten aber auch weniger gelungene Anfänge. Stéphane hatte sich im Norden Haitis einen Stand aufgebaut, an dem er frisch gepresste Säfte und Sandwiches verkaufte. Die Regenfluten des Sturms Irma und die dadurch entstandenen Überschwemmungen haben das Häuschen, in dem er lebte, weggeschwemmt und auch sein ganzes Material. Wir haben ihm einen kleinen Job verschafft, so dass er wenigstens überleben kann. Éphésien, studierte Physik und Chemie und hat nach dem Examen im August geheiratet und ist zurück nach Cité-Soleil gezogen. Es ist „sein Slum“. Die Situation dort hat sich gebessert und er fühlt sich da zu Hause. Éphésien hat noch keine Lehrerstelle, arbeitet aber vormittags als Aufsicht in einer Schule und nachmittags als Nachhilfelehrer in den Heimen. Élimise, hat nach ihrer erfolgreichen Ausbildung als Schneiderin trotz langer Suche keine Arbeit gefunden. Sie hat angefangen mit Samen zu handeln. Sie kauft sie in Port-au-Prince, fährt mit dem Bus aufs Land und verkauft sie dort an Bauern. Es läuft gut und sie kann davon leben und auch ihren kleinen Jungen, Wodjerry ernähren. Dieser hat bei der HKH eine Schulpatenschaft, so dass sie die Schule nicht bezahlen muss. Wadner hat ein Darlehen bekommen, um ein Taptap – ein Sammeltaxi – zu kaufen. Er hat mit Yohann, dem französischen Volontär, der ein Jahr für die HKH da war, sein Projekt gut ausgearbeitet. Ein guter Vertrag wurde von unserem Rechtsanwalt aufgestellt und Wadner erklärt, so dass er genau wusste, worauf er sich einlässt. Sehr feierlich wurde dann dieser Vertrag bei dem Anwalt vor Zeugen unterzeichnet. Stolz fährt Wadner täglich immer dieselbe Strecke, so wie in Haiti üblich….
Weihnachtsgruß 2017
Abschieds- und Dankesbrief eines jungen Mannes, der in den Heimen der HKH aufwuchs. Er wurde als Vollwaise im Säuglingsalter aufgenommen, absolvierte die Schule und eine Ausbildung und fängt jetzt sein unabhängiges Leben an.
An die Mitglieder des Vereins Haiti Kinder Hilfe, an das Team der Verantwortlichen in Haiti, an alle Jugendlichen, meine Kameraden der Heime und WGs., ich weiß nicht, wie ich das ausdrücken soll, was ich im Augenblick empfinde. Wie im Buch Kohelet der Bibel kann ich sagen, „ Alles hat seine Stunde. Für jedes Geschehen unter dem Himmel gibt es eine bestimmte Zeit“. Nach der Zeit des Zusammenlebens kommt für mich jetzt die Zeit des Aufbruchs. Ich schreibe, um Ihnen Dank zu sagen für alles, was Sie für mich getan haben, denn ohne Sie hätte ich es nie geschafft, mein Ziel zu erreichen. Es ist nicht leicht im Leben, Menschen zu finden, die so ehrlich sind wie Sie. Ich kann Ihnen versichern, dass Ihre Arbeit nicht vergeblich sein wird. Ihnen, Frau Claire Höfer, Vorsitzende des Vereins und allen anderen Mitgliedern kann ich nichts zurückgeben, ich kann nur einfach danken für die erhaltene Hilfe. Danke, dass Sie aus mir einen guten Menschen gemacht haben. Und es ist mir wichtig, auch Ihnen allen, den Mitgliedern des Teams in Haiti zu danken für alles, was Sie für mich getan haben und ich verspreche Ihnen, dass ich hart arbeiten werde und dass ich Ihre Ratschläge befolgen werde, um ein gutes erfolgreiches Leben zu führen. Euch Jugendlichen will ich diesen Rat geben: heute ist nicht morgen und morgen wird nicht wie heute sein. Lasst also Eure Chance nicht verstreichen. Vergesst nicht, dass euer Leben nicht von den anderen abhängt, sondern von Gott und dann von euch selbst. Wie Herr Toussaint immer sagt: „Nutzt eure Chance“. Ich liebe euch sehr und war sehr glücklich darüber, euch als Familie zu haben. Ihr werdet es immer sein, das müsst ihr wissen. Das Leben ist schön: all die tollen Momente, die Freuden, die Probleme, die traurigen Augenblicke… all das gilt immer nur für eine begrenzte Zeit. Ich rate euch, liebe Gefährten, stark zu sein und euer Leben in die Hand zu nehmen, denn diejenigen, die euch helfen, werden nicht ewig leben und euch nicht während eures ganzen Lebens helfen können. Ich ziehe jetzt aus, aber jedes Mal, wenn ihr diesen Brief seht, werdet ihr euch an mich erinnern – an die guten und auch an die schwierigen Momente. Ich nutze die Gelegenheit, um mich für all das zu entschuldigen, was ich in all der Zeit Schlechtes getan habe. Ich kann heute nicht genau beschreiben, wer ich bin, aber ihr könnt es, denn jeder von euch war mir ein Bruder, eine Schwester, eine Mutter, ein Vater. Ihr müsst wissen, dass ich euch nie vergessen werde; ihr seid da, in meinem Herzen. Ich liebe Euch alle. Ich finde die Worte nicht, um euch allen zu sagen, wie glücklich und frei ich bin. Ich hoffe, dass wir uns wiedersehen werden, ob auf Erden oder im Himmel. Und nochmals: ich bin unendlich dankbar für euer aller Hilfe! Ich liebe euch und umarme euch und möchte mit diesem Gedanken schließen: „Nichts in diesem Leben ist etwas wert, solang man nicht weiß, wozu man auf dieser…
Viele Menschen helfen, damit Sr. Godelieve wieder besser hören kann
(August 2017) Viele Jahre war Sr. Godelieve, eine belgische Klosterfrau, in Cap Haitien, Haiti, in den Heimen der Haiti Kinder Hilfe tätig, besonders für die Kleinen und teilweise Babys. Nun, mit über 80 Jahren engagiert sich Sr. Godelieve immer noch in Cap an einem katholischen Waisenhaus für die jüngsten der Waisenkinder. Bei ihrem diesjährigen Besuch in Belgien bekam Sr. Godelieve ein neues Hörgerät , da sie in letzter Zeit immer schlechter hörte. Da sie sich ein neues Hörgerät aber nicht leisten konnte, nahm Frank Höfer Kontakt zur Hörgerätefirma KIND auf, die Bedürftigen kostenlos ein Hörgerät ihrer Firma zur Verfügung stellt. Und sie waren, nachdem sie sich über die HKH erkundigt haben, großzügig bereit zu helfen! Eine tolle Sache! Sie schrieben uns: „Sämtliche, für die Hörgeräteversorgung notwendigen Messungen können in einem unserer Fachgeschäfte durchgeführt werden. Die Hörgeräteanpassung wird ca. 1 Woche in Anspruch nehmen. Schwester Godelieve wird von uns mit aktueller Hörgerätetechnolgie versorgt. Sämtliche Arbeiten werden ohne Berechnung erbracht. „ Schwester Godelieve kam also für eine Woche nach Deutschland, um Geräte anzuprobieren und angepasst zu bekommen. Wir haben Köln gewählt, weil es von Belgien aus, wo sie für 1 ½ Monate sein wird, gut zu erreichen ist und weil wir viele Leute in Köln kennen. Es waren viele Menschen waren daran beteiligt, dass Ihr Aufenthalt nicht nur angenehm sondern richtig erfolgreich wurde. Die Firma KIND hat sich durch Herrn Oertel sehr schnell und großzügig bereit erklärt, Schwester Godelieve Hörgeräte zu verschaffen. Schwester Marie-Gabrielle versuchte eine Unterkunft zu finden und suchte nach Menschen, die dolmetschen könnten. Sie vermittelte mir den Kontakt zu Mechtild und Dietmar. Mechtild nahm die Organisation in die Hand und organisierte telefonisch die Termine in einer für sie gut erreichbaren KIND-Filiale. Anne stellte ihre Wohnung zur Verfügung Gitte holte die Schwester am Bahnhof ab, begleitete sie bis zur Wohnung und erklärte ihr das Nötigste. Dann holte Mechtild sie ab und fuhr mit ihr zur Kind-Filiale. In der Kind-Filiale nahm sich Frau Schleier viel Zeit und sie und ihre Mitarbeiter waren sehr freundlich, professionell und sehr bemüht, alles so gut wie möglich zu machen und in der kurzen Zeit zu schaffen. Frau Doktor Eysel-Gosepath war bereit, Schwester Godelieve sofort zu untersuchen und wollte nichts in Rechnung stellen. Mechtild und Dietmar haben sich in der ganzen Woche rührend um Schwester Godelieve gekümmert und nicht nur immer gedolmetscht, sondern sie gefahren, sie verwöhnt und mit ihr einiges unternommen. Die Brüder der Jerusalemgemeinschaft von St Martin luden sie zum Essen ein. Schwester Marie-Gabrielle ging mit ihr zum Dom und zum Albertgrab in St Andreas. Mechtild brachte am letzten Tag nach dem letzten Termin in der Kind-Filiale Schwester Godelieve zum Bahnhof und Schwester Marie-Gabrielle begleitete sie bis zum Zug. Ein Einsatz, der sich sehr gelohnt hat, den Sr. Godelieve schrieb mir eine Mail aus Belgien voller Dankbarkeit: « C’est une vraie bénédiction car vraiment cela change ma vie » : « es ist ein wahrer Segen, denn es verändert wirklich mein Leben. » Ich füge hinzu, dass es für die haitianischen Kinder, die Soeur Godelieve nach wie vor…







