Deutschherrn Gymnasium in Aichach

April 2017 Die Schüler des Deutschherrn Gymnasiums in Aichach haben den stolzen Betrag in Höhe von 3.690 € für die Haiti Kinder Hilfe gesammelt.

 

 

 

 

 

Vortrag der Haiti Kinder Hilfe e.V. durch Claire und Frank Höfer
und Alois Vogg am DHG in Aichach am 09.12.2015

Schule macht glücklich!? Das mochten die 100 Fünftklässler des Deutschherren-Gymnasiums vielleicht nicht auf Anhieb glauben. Doch Claire und Frank Höfer von der Haiti Kinder Hilfe e.V. berichten aus erster Hand und vermittelten eindrücklich, wie froh ein Kind auf Haiti ist, wenn es die Schule besuchen darf. In dem Land, das 2010 durch ein schweres Erdbeben erschüttert wurde, ist der Alltag vielmehr bestimmt durch Armut, Müll und Kriminalität. Der einzige Weg aus dieser Misere ist Bildung! Seit einigen Jahren leisten Schülerinnen und Schüler des Deutschherren-Gymnasiums ihren Beitrag dazu mit Schulpatenschaften, wodurch Kindern auf Haiti der Schulbesuch – und damit oft die einzige warme Mahlzeit am Tag – ermöglicht wird.

Katharina Dollinger

Deutschherren-Gymnasium Aichach

Sechst- und Siebtklässler haben ein Jahr lang gesammelt, so dass dem Verein ein Scheck über 1800 Euro übergeben werden konnte.
Hier die Fünftklässler mit (v.l.n.r.) der stellvertretenden Schulleiterin Renate Schöffer, Alois Vogg, Claire Höfer, die organisierenden Lehrerinnen Katharina Dollinger und Birgit Hüllen sowie Frank Höfer.

 

 

 

 

Patenschaften der Haiti Kinder Hilfe e.V. am Deutschherrn Gymnasium in Aichach (10.12.2014)

Keiner kann glauben als Frau Höfer einen Fladen aus purem trockenem Lehm zeigt, dass man das essen kann. Kann man eigentlich auch nicht, aber in Haiti wird es trotzdem auf dem Markt für umgerechnet ein paar Cent verkauft – und die Menschen dort kaufen es, um ihren Hunger günstig stillen zu können. „Ein wenig Salz ist noch drin, für den Geschmack“, erklärt Frau Höfer, Vorsitzende der Haiti Kinder Hilfe, den rund 120 Fünftklässlern am Deutschherren-Gymnasium bei einem Vortrag. Sie ist zusammen mit ihrem Mann , Frank Höfer und dem Schatzmeister des Vereins, Alois Vogg, in die Aula der Schule gekommen, um den Kindern zu zeigen und zu erklären, wo die Haiti Kinder Hilfe aktiv wird. Sie berichten über die Geschichte des Landes, erläutern den Luxus des Schulbesuchs und zeigen auf, unter welch unvorstellbaren Bedingungen vor allem seit dem Erdbeben 2010 die Kinder Haitis groß werden. Ein Videofilm, aufgezeichnet unter nicht ganz ungefährlichen Bedingungen in einem Slum in Cap Haitien, gibt einen kleinen, aber eindrücklichen Einblick wie wichtig es für die Kinder ist, die Schule besuchen zu können. Dicht an dicht gedrängt stehen da kleine behelfsmäßige Hütten aus Wellblech und Plastikfolien ohne Tür und Fenster, nur ein Raum für alles, was sich im Familienalltag abspielt. In den engen Gassen dazwischen trifft man auf waschende Frauen, aggressive Bandenmitglieder und auf dankbare Menschen, deren Kinder – dank der Haiti Kinder Hilfe – eine Schule besuchen können und somit eine echte Chance darauf haben, aus diesem Kreislauf auszubrechen.

Eins fällt den Aichacher Kindern noch besonders ins Auge: Müll. Soweit das Auge reicht. Unvorstellbar ist ihnen, dass es in Haiti keine geregelte Abfallentsorgung gibt und so die Menschen im Müll leben, wo Krankheiten und Infektionen sich rasend ausbreiten, sauberes Trinkwasser dagegen nur noch in Flaschen erhältlich ist. „Gerade dafür ist die Schule wichtig“, mahnt Frau Höfer, „wie sollen Menschen ihr Land sauber halten, wenn sie nicht wissen, wieviel Schaden dieser Müll anrichtet? Und wie sollen sie es erfahren, wenn sie nicht lesen und schreiben können!?“

In Zukunft möchte die Mehrheit der Fünftklässler ihren Teil dazu beitragen und mit einer Patenschaft einem Kind in Haiti den so wichtigen Schulbesuch ermöglichen, der neben Lesen, Schreiben und Rechnen auch übrigens ein nahrhaftes Essen beinhaltet.

IMG_6850IMG_6848

 

 

 

 

 

http://www.augsburger-allgemeine.de/aichach/Warum-in-Haiti-die-Schule-Luxus-ist-id33112637.html

 

 

Einen Euro im Monat für Haiti: „das geht locker“

– Aichach-Friedberg (April 2014)  Einen Euro im Monat kann Kilian gut von seinem Taschengeld abgeben. „Das geht locker“, sagt der Neunjährige. Auch seine Klassenkameraden aus der 5 b am Aichacher Deutschherren-Gymnasium sehen das so. Jeder von ihnen spendet künftig einen Euro im Monat, hat die Klasse beschlossen. Damit finanziert sie eine Patenschaft für ein Kind in Haiti. Auch die übrigen vier fünften Klassen wollen in den nächsten Jahren je ein Kind in dem karibischen Inselstaat unterstützen. Dass sie etwas tun wollen, war für die Kinder nach einem Besuch der Haiti-Kinder-Hilfe an der Schule schnell klar. Der Klingener Alois Vogg, der Schatzmeister des Vereins, und Frank Höfer hatten von den Lebensbedingungen in dem karibischen Inselstaat erzählt. Haiti zählt zu den ärmsten Ländern der Welt. Schon seit 1982 versucht die Haiti-Kinder-Hilfe deshalb, dort zu helfen. Sie unterstützt Schulen für Kinder, die sonst kaum die Möglichkeit hätten, die Schule zu besuchen. Dort bekommen sie auch eine warme Mahlzeit – oft die einzige des Tages. Der Verein betreibt auch zwei Heime und unterstützt junge Menschen beim Besuch von weiterführenden Schulen, beim Studium oder einer Ausbildung. Das schwere Erdbeben im Januar 2010 hat die Not zusätzlich verschärft. Ihre Patenkinder suchen sie sich selbst aus Der Vortrag hat bei den Kindern Eindruck hinterlassen. Zum Beispiel bei dem zehnjährigen Julian aus der 5 a: „Mich hat besonders berührt, dass die in so Hütten leben.“ Katharina, ebenfalls zehn Jahre alt, fand schlimm, „dass die so mager sind“. Ihre Klasse, die 5 b, unterstützt künftig Claudy Jean-Paul. Den 15-Jährigen haben sie sich selbst ausgesucht. Die 5 a wird Pate von James Romelus, 14 Jahre alt. Das Patenkind der 5 c ist der 15-jährige Dieune Faustin, das der 5 d heißt Weed-love Lizaire und die 5 e sammelt Geld für Sheelove Louisius. Diese fünf wollen die Aichacher Schüler über die nächsten Jahre hinweg begleiten. Alois Vogg ist vom Engagement der Schüler begeistert. Solche Patenschaften gibt es bereits seit Jahren an der Grundschule Eurasburg und an den Gymnasien in Gröbenzell bei München und Schrobenhausen. Lehrerin Birgit Hüllen bringt die Idee an die Schule mit aus der Lenbachstadt Schrobenhausen, von dort kennt sie die Haiti Kinder Hilfe. An ihrer neuen Schule, dem DHG, hat sie den Kontakt zur Haiti Kinder Hilfe hergestellt und die Patenschaften initiiert. Besonders gut findet sie, dass es bei der Haiti-Kinder-Hilfe mit Alfons Vogg einen Ansprechpartner gleich in Klingen gibt. „Die Kinder waren sofort von Anfang an mit voller Begeisterung dabei“, sagt sie. Die Aktion erfülle außerdem eine Forderung des Bayerischen Erziehungs- und Unterrichtsgesetzes: Die Schule soll demnach nicht nur Wissen und Können vermitteln, sondern auch Herz und Charakter bilden. Das tut die Aktion in den Augen von Direktor Gerhard Haunschild vorbildlich. Ihn freut das Engagement der Schüler. „Ich unterstütze das voll und ganz“, sagt er. „Das ist Werteerziehung.“ (bac)
Nähere Informationen über den Verein gibt es im Internet unter www.haitikinderhilfe.de
http://www.augsburger-allgemeine.de/aichach/Damit-Sheelove-zur-Schule-gehen-kann-id28770037.html

Ab Februar 2014 haben nun auch fünf 5. Klassen je eine Patenschaft für ein haitianisches Kind übernommen.

Organisiert haben dies in Abstimmung mit dem Direktor Herrn Gerhard Haunschild die Lehrerinnen Frau Birgit Hüllen und Frau Katharina Dollinger.

Die Haiti Kinder Hilfe dankt allen Schülerinnen und Schülern sehr herzlich!

IMG_4731